„Apfeltag“ lockte viele Saftfreunde an

Die Kleinen wie die Großen bestaunten das Apfelsaftmobil, das aus den gesammelten Äpfeln in kürzester Zeit leckeren Apfelsaft zauberte. Fotos: A. Wiese

Mehrere hundert Kilo Äpfel wurden mit dem Saftmobil gepresst

Mellendorf (awi). Manch einer mag sich am Sonnabend über die vielen Autos und Menschen auf dem Parkplatz des Raiffeisen-Marktes Mellendorf gewundert haben. Aber es war keine besondere Rabattaktion, die die Menschen angelockt hatte, sondern der „Apfeltag“: Die „Saftmacherei“ aus Kaltenweide verarbeitete vor Ort Äpfel zu Saft. So hatten die Wedemärker die Möglichkeit, Äpfel aus dem eigenen Garten mitzubringen und pressen zu lassen, um dann ihren „persönlichen“ Apfelsaft mit nach Hause zu nehmen. Und diese Möglichkeit nutzten viele. Einer von ihnen war beispielsweise Michael Kirchner aus Wiechendorf. „So etwas mache ich zum ersten Mal“, erzählte er im Gespräch mit dem ECHO: „Ich habe mindestens 100 Kilogramm Äpfel gesammelt und hoffe, dass ich so 60 bis 70 Liter Saft mit nach Hause nehmen kann. Denn bei mir warten sieben Personen darauf.“ Ganz aus Wennigsen war Familie Alker angereist. Sie hatte mehrere Maurerkübel mit Äpfeln dabei, einen Großteil davon der Marke Boskop, ansonsten einen bunten Mix an Apfelsorten. Vater und Kinder hatten den Termin des Apfelsaftmobils in der Wedemark im Internet entdeckt und sich auf den Weg gemacht, um im Winter Saft von ihren eigenen Äpfeln genießen zu können. Und so wie die Alkers dachten viele. „Es gibt ja viele Mostereien, wo man Äpfel abgeben kann und Saft zurückbekommt, aber in den seltensten Fällen hat man die Chance Saft aus seinen eigenen Äpfeln zu kriegen“, ist auch ein Argument von Michael Kirchner für die Kaltenweider Saftmacherei. Im Markt gab es selbst gebackenen Apfelkuchen für einen Euro das Stück und kostenlos Kaffee. Die Einnahmen kommen der Kinderfeuerwehr Mellendorf zu Gute, versicherte
Raiffeisen-Marktleiterin Dorothee Tauber. Am nächsten Sonnabend, 15. Oktober, ist das Saftmobil übrigens von 10 bis 17 Uhr auf dem Biohof
Rotermund-Hemme in Brelingen.