ASB Großübung in Hellendorf

Leitung und Übende haben sich zu einem Gruppenfoto während der ASB Aufbau- und Betreuungsübung „Heftiger und dunkler September“ in Hellendorf versammelt. Foto: B. Stache

Betreuung und Unterbringung von 500 festsitzenden Bahnreisenden

Hellendorf (st). „Der Zugbetrieb zwischen Hamburg und Hannover musste wegen Unbefahrbarkeit der Strecke am Sonnabend eingestellt werden. Am Bahnhof Mellendorf stehen zurückgehaltene Züge mit zirka 500 Reisenden. Deren Rückführung nach Hannover ist nicht möglich. Bereits Freitagabend war durch die Regionsleitstelle Hannover für Brandschutz, Hilfeleistung und Rettungsdienst ein Unwetter Voralarm ausgelöst worden.“ Dieses Szenario war Ausgangspunkt für eine zweitägige Großübung des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) am Wochenende. Der Einsatzleiter 7. Einsatzzug des ASB Hannover erhielt daraufhin folgenden Auftrag: „Herstellen der Einsatzbereitschaft in Hellendorf am Dorfgemeinschaftshaus, Sandbergweg. Dort auf dem Gelände des Schützenvereins sind entsprechende Unterkünfte für bis zu 500 Personen vorzubereiten. Die Personen müssen voraussichtlich 24 Stunden dort vor Ort betreut und versorgt werden. Es sind alle Altersschichten zu erwarten.“ Die ASB Aufbau- und Betreuungsübung „Heftiger und dunkler September“ hatte am Sonnabend um 11 Uhr begonnen. Bereits zwei Stunden später standen die ersten Zelte zur Aufnahme der zu betreuenden Personen sowie zwei Feldküchen für deren Versorgung auf dem Platz in Hellendorf bereit. „Eine Herausforderung war die neue Zeltausstattung, die wir vor zirka zwei Monaten vom Land Niedersachsen erhalten hatten“, erklärte Jörg Werner, Leiter FüKOM ASB Hannover-Stadt. 36 ASB-Helfer, überwiegend Ehrenamtliche, leisteten ganze Arbeit, die am Nachmittag fortgesetzt wurde. Michael Grote vom ASB Hannover und sein Stellvertreter Nermin Besic hatten die Übungsleitung inne. Nach kurzer Unterbrechung und einem gemeinsamen Grillfest, das auch dem Erfahrungsaustausch galt, wurde die Übung am Abend mit zusätzlichen Aufgaben fortgesetzt, darunter Personensuche. Am Sonntag standen Stationsausbildung – Lichtmast und erneut Zeltaufbau – auf dem Programm. Auch das Gemeindefeuerwehrkommando der Wedemark interessierte sich für die ASB-Übung. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister
Jens Kallmeyer sah sich am Sonnabend auf dem Gelände am Dorfgemeinschaftshaus in Hellendorf um und führte Fachgespräche. Am späteren Sonntagnachmittag wurde mit dem Abbau der Zelte und Einrichtungen begonnen. Es folgte der Rückmarsch in die ASB Unterkunft nach Hannover. „Nach der Auswertung wird es eine Übungsbesprechung geben“, kündigte Jörg Werner an.