Auch die Lehrer genießen den Austausch

Konrad-Adenauer-Schule empfing polnische Pädagogen zum Seminar

Mellendorf (sb). „Wir fahren nicht nach Polen. Wir fahren zu Freunden“, bringt Peter Witt es auf den Punkt. Wenn es um den Austausch zwischen der Konrad-Adenauer-Schule und dem Johannes-Paul-II-Gymnasium im polnischen Brzeg Dolny geht, ist der pensionierte Hauptschullehrer immer mit von der Partie. So auch in den vergangenen Tagen: Bis gestern war eine fünfköpfige Lehrergruppe aus Polen in Deutschland zu Gast, um die Kontakte zwischen den Schulen in einem Seminar weiter zu verfestigen. Wie Schulleiter Wilfried Osing erklärte, bestehe die Tradition eines solchen Treffens zwischen Lehrern beider Schulen schon seit geraumer Zeit. Nachdem es ursprünglich alle zwei Jahre stattgefunden hatte, beschlossen die Kollegen beim letzten Mal, sich ab sofort jährlich zu treffen.
So nutzten die Pädagogen den Besuch erneut für ein mehrtägiges Seminar. In erster Linie ging es dabei darum, den Schüleraustausch vor- und nachzubereiten, Planungen anzustellen und die kommenden Programmpunkte zu überdenken. „Die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den Lehrern erhöht die Qualität des Austauschprogramms. Die Schulen sind dabei, zusammenzuwachsen“, lobte Osing die Tradition. Er berichtete, dass Schülern die kulturelle Distanz zu ehemaligen Ostblockstaaten zeitweise deutlich anzusehen sei. Es sei für Schüler etwas anderes, ob sie zum Beispiel nach Frankreich oder in ein ehemaliges Warschauer-Pakt-Land reisten. Genau aus diesem Grund ist die gemeinsame Fortbildung so wichtig: Sie hilft, die kulturellen Barrieren in Zukunft noch kleiner werden zu lassen. Was bei den Schüler funktionieren soll, hat bei den Lehrern jedenfalls schon bestens geklappt: Sie verbrachten vier Tage in Hamburg, wo sich sicherlich nicht zu jeder Zeit alles nur um den Schü
leraustausch drehte. Ein Wiedersehen gibt es im September, wenn die polnischen Freunde eine Woche lang in Deutschland zu Gast sein werden.