Aufregende Experimente in der KiTamiTu

Helge Zychlinski und Christa Bogenschütz von der SPD-Ratsfraktion sowie Netzwerkkoordinatorin Alexandra Igel (r.) bestaunen in der Kindertagesstätte KiTamiTu die Experimente der „kleinen Forscher“. Foto: A. Wiese

Vertreter der SPD-Ratsfraktion lassen sich das Haus der kleinen Forscher vorstellen

Mellendorf (awi). Das war ein spannender Vormittag für die Kinder in der gemeindlichen Kindertagesstätte KiTamiTu letzte Woche: Sie experimentierten mit Feuer, Wasser und Luft. Da wurden Russbilder angefertigt, Teelichtausblasemaschinen gebaut, Wunderkerzen in ausgepusteten Eiern angezündet und Flaschentornados in Gang gebracht. Denn die Kindertagesstätte mit Turm an der Ortsriede ist ein Haus der kleinen Forscher, ganz offiziell dazu erklärt von Netzwerkkoordinatorin Alexandra Igel von der vhs Hannover-Land. Ganz praxisnah können die Kinder vom Krippenalter an forschen und expermentieren, am
liebsten so wie letzte Woche ergebnisoffen. Die Kinder schauen sich erst einmal an, was sie mit den angebotenen Gegenständen anfangen können, machen Vorschläge und probieren aus. „Langeweile kommt bei uns nicht in die Tüte“, versichern Alexandra Igel und KitamiTu-Leiterin Christiane Schulte und haben auch gleich die entsprechenden Demo-Tüten parat. Die vhs Hannover-Land ist der lokale Kooperationspartner des bundesweiten Projekts, an dem theoretisch auch die Grundschulen der Wedemark teilnehmen könnten. „Aber ich habe mich jetzt mit der Werbung zurückgehalten, da unklar ist, wie es weitergeht“, erklärt Igel. Als Netzwerkkoordinatorin für das Haus der kleinen Forscher für die Region Hannover ist sie jetzt gefordert, weitere Kooperationspartner zu finden. Der SPD-Regionsabgeordnete und SPD-Fraktionsvorsitzende im Wedemärker Rat, Helge Zychlinski, möchte sie dabei unterstützen. Zusammen mit Ratsfrau Christa Bogenschütz ließ er sich von Igel und Schulte das Projekt in der KitamiTu erklären.“ „Ich habe bereits im Früjahr und Sommer beruflich als Mitarbeiter der SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks mit dem Projekt zu tun gehabt, weil sich das Haus der kleinen Forscher mit der Bitte um Unterstützung an Caren Marks gewendet hat“, erklärte Zychlinski. In seiner Eigenschaft als Regionsabgeordneter habe er beim Regionspräsidenten Hauke Jagau darum geworben, dass sich die Region stärker in das Projekt einbringe. Die Gespräche dazu liefen. Ziel sei, dass die Region jetzt selber aktiv werde und die Netzwerkkoordination neu aufgestellt, so Zychlinski. 450 KiTas gibt es in der Region. Rund 70 Prozent sollten mitmachen, ist das Ziel. Das könne allerdings die derzeitige Netzwerkkoordinatorin Alexandra Igel mit ihren fünf Wochenstunden nicht leisten. Ziel des Projekts sei es, frühzeitig das Interesse der Kinder an Mathematik und Naturwissenschaften zu wecken. Luft, Wasser, Matsch – so etwas interessiere auch schon die Krippenkinder, die in der Lernwerkstatt oben im Atelier im Turm mit Feuereifer beim Experimentieren seien. Rund vier Wochen beschäftigen sie sich mit einem Thema, dann folgt ein neues. Die Erzieherinnen haben entsprechende Fortbildungsveranstaltungen besucht und tun das auch weiterhin. Die Fortbildungsbudgets für die Betreuungskräfte seien erst erhöht worden und noch auskömmlich, versicherten Schulte und Igel den SPD-Politikern. Experimentierkarten und Basismaterialien werden zur Verfügung gestellt, viel finde sich auch in einem normalen Haushalt wie Eier, Streichhölzer, Teelichter, Strohhalme und Knete. Alle Gemeinde-Kitas und die KiTa Spatzennest in Trägerschaft des DRK in Hellendorf beteiligten sich mittlerweile an dem Projekt Haus der kleinen Forscher, so Schulte. Die Kitas können sich immer wieder zertifizieren und erhalten dann eine für zwei Jahre gültige Plakette. Die KiTamiTu ist bereits seit vier Jahren dabei. Ob die Gemeinde weiterhin beim Zweckverband vhs Hannover-Land Mitglied bleibt oder – wie jetzt gerade in der Prüfung – aussteigt und mit der vhs Langenhagen ein Kooperationsprojekt aufbaut ist für den Fortgang des Projekts Haus der kleinen Forscher nicht entscheidend. „Wir müssen erst mal gucken, wo die Trägerschaft nach der Neukonzeptionierung liegt, erklärt Alexandra Igel als zurzeit nebenberufliche Koordinatorin. Übrigens können sich auch Eltern einbringen, Paten werden und sich dem Freundeskreis der kleinen Forscher anschließen. Wer Interesse daran hat, das Projekt zu unterstützen, kann sich mit Alexandra Igel unter E-Mail igel@vhs-hannover-land.de in Verbindung setzen.