Aufruf zum gemeinschaftlichen Entkusseln

Karl-Heinz Müller (von rechts), Heike Prendel, Horst Giesecke, Thomas Deppe, Clemens Richter, Georg Windmeier und Eberhard Gärtner hoffen auf große Unterstützung bei den kommenden Entkusselungsterminen. Foto: B. Stache
 
Karl-Heinz Müller setzt sich für das Mooriz und den Moor-Erlebnispfad ein. Foto: B. Stache

Erlebnispfad benötigt mehr baumfreien Platz im Otternhagener Moor

Resse (st). „Es ist schon lange unser Ziel, neben dem Mooriz etwas Moor in Natur anzubieten. Dies soll an einer Stelle möglichst nahe dazu liegen“, erklärte Karl-Heinz Müller am Mittwochnachmittag im Moorinformationszentrum (Mooriz) in Resse. Gemeinsam mit Heike Prendel, Horst Giesecke, Thomas Deppe, Clemens Richter, Georg Windmeier und Eberhard Gärtner stellte er den momentanen Sachstand vor, der einen barrierefreien Moor-Erlebnispfades am Südrand des Otternhagener Moors zwischen Resser Sportplatz und alter Autobahntrasse vorsieht. Anträge an die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung sowie die NBank zur Finanzierung des Bauvorhabens laufen derzeit, Bauherr ist die Region Hannover, hieß es. „Die Untere Naturschutzbehörde hat sich bereit erklärt, dieses Stück Moor südlich der Autobahntrasse den Besuchern zugänglich zu machen“, berichtete Karl-Heinz Müller. Das Mooriz-Team hat seit zirka vier Jahren die Genehmigung, entlang der vorhandenen Moorpfade Gruppenführungen zu organisieren. Mit der Erweiterung zum barrierefreien Pfad werden – wenn die Anträge durchkommen – breite Holzstege ins Moor verlegt und Erlebniselemente wie eine Schwingrasenbrücke sowie „Informationstafeln Moor“ installiert, die auch bei Kindern und Jugendlichen die Aufenthaltsqualität erhöhen sollen. Der Verein Bürger für Resse, der das Mooriz organisiert, wird auch die Betreuung des Moorgeländes um den anzulegenden Erlebnispfad übernehmen. „Mit dem Bau des Moor-Erlebnispfades kann 2017 begonnen werden, wenn die Fläche bis dahin freigestellt, das heißt baumfrei ist“, hoffen Karl-Heinz Müller und seine vielen Mitstreiter, unter anderem vom Aktionskreis Hannoversche Moorgeest, der Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Moore, den Landesforsten, der Unteren Naturschutzbehörde, Schüler und Lehrer aus der Wedemark. „Wir brauchen dafür tatkräftige Unterstützung im kommenden Winterhalbjahr“, erklärte Müller und verwies auf drei Termine zum Entkusseln des entsprechenden Gebiets im Otternhagener Moor. „Wegen der dann beginnenden Brut- und Setzzeit müssen die Arbeiten bis März 2017 abgeschlossen sein.“ An drei Sonnabenden, 12. und 26. November sowie am 3. Dezember, treffen sich die freiwilligen Arbeitskommandos jeweils um 9 Uhr am Sportplatz in Resse. Die Arbeitseinsätze sind bis zirka 15 Uhr geplant, jeder könne aufhören wann er möchte, betonten die Organisatoren. Werkzeuge wie Sägen, Astschneider, Spaten und Äxte werden gestellt. Zu den Terminen ist auch jeweils eine Motorsäge vor Ort. Es wurde mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass der Betrieb von Kettensägen nur Personen mit gültigem Sägeschein gestattet ist. Eigenes, betriebssicheres Werkzeug darf gerne mitgebracht werden. So sollten alle Teilnehmer auch ihre eigene Verpflegung und Getränke mitführen. Geplant ist, zunächst fünf Hektar Moorfläche zu entkusseln. „Das abgeschnittene Holz wird zusammengetragen, im Winter abgefahren und zu Holzschnitzeln verarbeitet, mit denen Teile der Wege im Moor gebaut werden“, erklärte Karl-Heinz Müller weitere Arbeitsschritte. Er hofft, dass der Moor-Erlebnispfad Wedemark-Resse zum Jahresende 2017 fertig gestellt ist. Mit dieser Erweiterung der Mooriz-Angebote benötigt der Verein auch mehr ehrenamtliches Personal, ist sich Müller sicher und erwartet entsprechenden Zuspruch. Die Geschäftsstelle des Vereins Bürger für Resse befindet sich im Mooriz, Altes Dorf 1b, und ist von Mittwoch bis Freitag 11 bis 17 Uhr besetzt. Heike Prendel, Leitung der Geschäftsstelle, ist dort telefonisch unter (0 51 31) 4 79 97 45 zu erreichen.