Ausstellung zum 80. Geburtstag

imago-Vorsitzende Ute Loewener mit Künstler Werner Hilsing bei der Betrachtung seiner Bilder. Foto: A. Wiese

Künstler Werner Hilsing aus Abbensen präsentiert seine Werke bei imago

Bissendorf (awi). Anlässlich des 80. Geburtstages des Abbenser Malers Werner Hilsing präsentiert der Kunstverein imago das facettenreiche Schaffen Hilsings aus den Jahren 1956 bis 2018 mit vielen neuen Arbeiten. Die Ausstellung im Bürgerhaus wird am Sonntag, 25. März, eröffnet und ist bis zum 6. Mai zu sehen. An diesem Tag gibt es von 14 bis 15.30 Uhr eine Kinderkunstführung. Parallel dazu läuft die Finissage. Das Künstlergespräch ist für Sonntag, 15. April, von 15 bis 16 Uhr geplant. Regulär ist die Ausstellung dienstags bis freitags von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 11 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Karfreitag und Ostermontag bleibt die Ausstellung im Bürgerhaus in Bissendorf geschlossen.
Der Wedemärker Künstler Werner Hilsing hat ein einzigartiges Werk geschaffen, bescheinigte man ihm bereits zu seinem 75. Geburtstag vor fünf Jahren. Sein Erfindungsreichtum im Umgang mit Inspirationsquellen, seine spielerischen Rückgriffe auf vergangene Kunststile und der Wechsel der Themen beeindrucken Betrachter gestern wie heute. In mehr als 60 Jahren sei daraus ein vielgestaltiges Universum von traumhaften Bildwelten von großer Ausdruckskraft entstanden. Nach dem Abitur in Hannover besuchte Hilsing 1968/69 die Werkkunstschule in Hannover, wechselte dann an die Hochschule der Bildenden Künste Berlin zu Werner Volkert und Marc Zimmermann und lebte und arbeitete bis 2005 in Berlin, unterbrochen von längeren Aufenthalten in Südamerika und den USA. 1981 veröffentlichte Hilsing den Roman „Die Ente vom 12. Julei“. 2003 wurde die Werner-Hilsing-Gesellschaft gegründet. Seit 2005 lebt und arbeitet Werner Hilsing wieder in Abbensen in der Wedemark in seinem Elternhaus. 1970 bekam der Künstler den Förderpreis des Landes Niedersachsen für Bildende Kunst.
70 Bilder hat der Maler gemeinsam mit dem Vorstand von imago für die Ausstellung im Bürgerhaus in Bissendorf ausgewählt. „Wir bereiten diese Ausstellung schon lange vor, waren oft im Vorfeld bei Werner Hilsing zuhause“, berichtet imago-Vorsitzende Ute Loewener. Vertreten sind Werke aus sechseinhalb Jahrzehnten. „Ich male seit ich 15 bin“, erzählt Werner Hilsing. Er habe angefangen und einfach nicht mehr aufhören können. Er habe nie etwas anderes gemacht. Was ihn am Malen so fasziniere, das ist ein Geheimnis, das der Künstler nicht verraten möchte. Eine Zeitlang von den 60er bis in die späten 70er Jahre sei er als Surrealist verschrien gewesen, verrät Hilsing. Seit Mitte der 70er Jahre versuche er, dieses Image zurückzudrängen. „Daher fehlt bei meinen Werken hier eigentlich eine Epoche“, erläutert der 80-Jährige, der von sich selber sagt, dass er in keine Schublade passe, obwohl er als kleines Kind in einer gesessen haben soll, weil er recht spät zu wachsen angefangen habe. Auf die Ausstellung in Bissendorf habe er sich sehr gefreut, so Werner Hilsing. Es ist eine Verkaufsausstellung, denn der Künstler lebt von seiner Arbeit. Lediglich zwei Tage in seinem langen Leben habe er in Lohn gearbeitet. „Ich freue mich, dass meine Heimatgemeinde einen so schönen Kunstverein hat“, macht Hilsing der imago-Vorsitzenden Ute Loewener ein nettes Kompliment. Bereits vor fünf Jahren berichtete Kunsthistorikerin Alexandra Glanz aus Hannover, die auch diesmal die Eröffnungsrede halten wird, dass die Götter von Werner Hilsings Jugend Klee und Chagall geheißen hätten. Paul Klees Kunst der kleinen Dinge lernte er in seinem Schulbuch kennen und erinnert sich ganz genau an dessen Ausstellung 1956 in der Hamburger Kunsthalle.