Auszeichnung für Weigand und Möller

Regionspräsident Hauke Jagau und Sozialministerin Aygül Özkan unterzeichnen den Vertrag über die Vergabe der Ehrenamtskarte.

Engagement von 31 Bürgern mit Ehrenamtkarten gewürdigt

Region. Premiere: 31 Männer und Frauen haben als Erste in der Region Hannover – die Landeshauptstadt ausgenommen – die Niedersächsische Ehrenamtskarte erhalten. Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan und Regionspräsident Hauke Jagau haben die Auszeichnung, die gleichzeitig mit zahlreichen Vergünstigungen verbunden ist, am Donnerstag im Haus der Region Hannover überreicht. Zuvor hatten Jagau und Özkan einen Vertrag zwischen der Region Hannover und dem Land Niedersachsen über die Vergabe der Ehrenamtskarte unterzeichnet. Die 31 Männer und Frauen wurden stellvertretend für die zahlreichen ehrenamtlich engagierten Menschen gewürdigt. 99 Menschen aus den 20 Städten und Gemeinden in der Region außerhalb der Landeshauptstadt haben sich im ersten Anlauf um die Ehrenamtskarte beworben. Diejenigen, die bei der Feierlichkeit im Regionshaus nicht dabei sind, erhalten die Karte aus den Händen des jeweiligen Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin. „Ehrenamtliche verfolgen Ziele, die unser aller Leben lebenswerter machen“, sagt Sozialministerin Aygül Özkan. „2,8 Millionen niedersächsische Bürgerinnen und Bürger sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich tätig. Sie stärken den Zusammenhalt der Gesellschaft und tragen dazu bei, unsere Städte und Gemeinden attraktiver zu machen. Die Ehrenamtskarte ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für ein langjähriges und intensives bürgerschaftliches Engagement - landesweite Vergünstigungen beim Besuch städtischer Einrichtungen und privater Veranstaltungen inklusive.“ „Unsere Gesellschaft in Deutschland wäre in dieser Form nicht denkbar ohne ehrenamtliches Engagement“, sagt Regionspräsident Jagau. „Wer sich freiwillig für die Menschen in seiner Umgebung oder auch darüber hinaus einsetzt, leistet einen unschätzbaren Beitrag für die Gesellschaft. Sie springen dort ein, wo Leistungen durch die öffentliche Hand nicht mehr zu finanzieren sind oder auch Familiennetzwerke nicht mehr halten. Tatsächlich gibt es in Deutschland keine Alternative mehr zum ehrenamtlichen Engagement. Wer glaubt, diese Leistungen könne auch der Staat übernehmen, täuscht sich. Andererseits – und das wissen Sie alle – bekommen diejenigen, die unentgeltlich oder nur gegen eine kleine Aufwandsentschädigung Sorge für das Gemeinwohl tragen, viel zurück: Dankbarkeit und Wertschätzung. Das ist wichtig und das motiviert. Auch ich möchte meine Anerkennung und meinen Dank ausdrücken. Ich hoffe, dass Sie alle noch lange die Lust und die Kraft haben, sich zu engagieren.“
Wer mindestens 18 Jahre alt ist und sich pro Woche mindestens fünf Stunden oder 250 Stunden im Jahr freiwillig und ohne Bezahlung für das Gemeinwohl engagiert, kann die Ehrenamtskarte beantragen. Voraussetzung ist, dass er oder sie bereits seit mindestens drei Jahren ehrenamtlich tätig ist und dies auch weiterhin tun will.
Zum Dank gibt es auf Vorlage der Karte in vielen Institutionen und Einrichtungen Vergünstigungen. Das reicht von ermäßigtem oder freiem Eintritt bei kulturellen Veranstaltungen über Ermäßigungen bei Bädern und Büchereien bis zum Rabatt beim Kauf von Führern und Tourenkarten im Bürgerbüro der Region Hannover. Nicht nur in der eigenen Stadt oder Gemeinde gilt die Karte. Niedersachsenweit können die Besitzer damit sparen. Eine Übersicht ist unter www.freiwilligenserver.de zu finden. Aus der Wedmeark wurden am Donnerstag zwei Ehrenamtliche Tätige gewürdigt: Sabine Möller und Anneke Weigand. Sabine Möller möchte einkommensschwachen Menschen dieTeilhabe am Leben in der Gemendeschaft erleichtern, indem die dafür notwendigen Waren wie Möbel, Hausrat und Kleidung im Sozialen Kaufhaus „Fasch geschenkt“ zu Preisen angeboten werden, die den Erwerb möglich machen. Sie nimmt Kleidungsstücke an, sortiert und ordnet diese Waren und dekoriert Regale.
Anneke Weigend engagiert sich im ambulanten Kinderhospizdienst in der Region Hannover. Diese Institution ist eine Kooperation von Arbeiter Samariter Bund und Deutschem Kinderhospizverein. Kranken Kinder und ihre Familien brauchen Unterstützung, Entlastung, eine Atempause, Verständnis, Offenheit und vieles mehr auf dem oft schwierigen Weg. Frau Weigend begleiet und unterstützt diese Familien. Bei Infoveranstltungen informiert sie Ratsuchende und ist bemüht, um Spenden zu werben.