Auszeichnungen für Ortsbrandmeister

Überraschung: Die Abbensener Feuerwehrkameraden hatten für ihren Ortsbrandmeister Hartmut Jagau einen herzlichen Empfang nach der Ehrung in Springe vorbereitet. Ehefrau Bärbel wusste Bescheid, verriet aber nichts. Foto: A. Wiese
 
Brelingens Ortsbrandmeister Michael Helfers (rechts) war gerührt, über den Empfang, den ihm seine Kameraden inklusive Ehefrau, die ebenfalls dicht gehalten hatte, nach der Ehrung bereiteten. Foto: A. Wiese

Michael Helfers und Hartmut Jagau erhielten das silberne Feuerwehrehrenzeichen

Brelingen/Abbensen (awi). Hohe Auszeichnung für zwei Wedemärker Ortsbrandmeister: Bei der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Region Hannover am Sonnabend in Springe wurden Abbensens Ortsbrandmeister Hartmut Jagau und Brelingens Ortsbrandmeister Michael Helfers vom LFV-Vizepräsidenten Klaus-Peter Grote für ihre besonderen Verdienste mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Das ist die zweithöchste Auszeichnung, die bundesweit in der Feuerwehr vergeben werden kann. Beide Ausgezeichneten wuss-ten offiziell nichts von dem, was sie in Springe erwartete, hatten sich allerdings unabhängig voneinander schon so ihre Gedanken gemacht, warum gerade sie nun mit Gemeindebrandmeister Maik Plischke und der Wedemärker Abordnung nach Springe fahren sollten. Was sie jedoch garantiert nicht wussten, war der herzliche Empfang, den ihre jeweiligen Feuerwehrkameraden ihnen zu Hause bereiteten. In Brelingen hatten Helfers designierter Nachfolger Markus Karp und seine Kameraden den Grill angeschmissen, als Helfers vorfuhr und begrüßten ihren noch amtierenden Ortsbrandmeister mit fröhlichen Glückwünschen. Noch bis 20. Juli ist Helfers im Amt, dann war er 18 Jahre lang Ortsbrandmeister. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass für die Brelinger Ortswehr das Löschgruppenfahrzeug 10.6 und der MTW beschafft wurden und er hat sich sehr in der Öffentlichkeitsarbeit engagiert. Aktionen wie „dein Platz ist noch frei“ vor einigen Jahren und der Tag der offenen Tür mit der Haushaltseimer-Löschaktion im vergangenen Jahr gingen federführend auf sein Konto. Die Brelinger Feuerwehrleute wissen, was sie an ihrem Ortsbrandmeister haben, der ihnen ab Juli nicht verloren geht, sondern als Gerätewart erhalten bleibt, „denn ganz ohne kann er nicht“. Was er auch nicht so gut kann ist delegieren. „Er meckert immer, dass keiner was macht, aber bevor er anderen sagt, wie er es gerne hätte, macht er es lieber selber“, verraten die Kameraden, die jedoch vor allem seine Ruhe und seine menschlichen Qualitäten schätzen: „Er hat einen Blick dafür, wen er
wo einsetzen kann.“ „Feuerwehr ist sein Leben“, da sind sich Familienangehörige und Feuerwehr einig, was Michael Helfers betrifft: „Helfers, der Name verpflichtet eben!“
Hartmut Jagau ist sei 1988 im Kommando der Ortswehr Abbensen, hat bereits drei sechsjährige Perioden als Ortsbrandmeister voll gemacht und auch noch nicht die Absicht, dieses Amt abzugeben. „Zum 75-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Abbensen will ich noch mal vorne stehen“, kündigt er an. „Ich habe die geilste Feuerwehr“, hat er am Sonnabend gerührt gerufen, als er sah, welch prächtigen Empfang ihm seine Jungs bereitet hatten. Die hatten sich extra im Garten des Ortsbrandmeisters versteckt, so dass dieser schon etwas enttäuscht geguckt hatte, als er vor dem einsamen Gerätehaus vorfuhr. Jagau hat die Feuerwehrleidenschaft von seinem Vater geerbt, ist quasi in der Feuerwehr aufgewachsen. Auch er hat sich um neue Fahrzeuge für seine Wehr gekümmert. Zwei Mannschaftstransportwagen und ein STLF 10.6 sind unter seiner Führung beschafft worden. Stolz ist Jagau auch auf den Carport-Anbau, den er durchgesetzt hat. Jagau war Jugendwart, Gruppenführer, Maschinist und Gerätewart, bis er erst Stellvertreter und dann Ortsbrandmeister wurde. Auch seine Feuerwehr Abbensen steht zu 100 Prozent hinter ihm und weiß, was sie an ihrem Ortsbrandmeister hat, der seine Jungs zu nehmen weiß.