Behindertenbeirat präsentiert Rollup

Wollen dem Behindertenbeirat ein Gesicht geben und sich vom Arbeitskreis Inklusion abheben: Beiratsvorsitzender Gunter Partetzke (von rechts), Mitglied Uwe Nautscher und Grafiker Oliver Hoffmann. Foto: A. Wiese

„Wollten ein eigenes Gesicht zeigen“ – Erster Einsatz bei Ehrenamtsmesse

Wedemark (awi). „Wir haben bei diversen Gemeinschaftsauftritten mit anderen Gruppen gemerkt, dass wir als Behindertenbeirat ein eigenes Gesicht zeigen müssen“, begründet Beiratssprecher Gunter Partetzke die Aktion für eigene Werbemittel. Mit Werbegrafiker Oliver Hoffmann hatte der Beirat noch in der ersten Legislaturperiode mit Renate Löhr als Vorsitzende Flyer entwickelt. Jetzt erhielt der Fachmann den Auftrag für ein Rollup, mit dem sich der Behindertenbeirat bei Anlässen wie zum Beispiel der Ehrenamtsmesse am 19. August darstellen kann. Erarbeitet hat das Layout gemeinsam mit Hoffmann Behindertenbeiratsmitglied Uwe Nautscher trotz seiner schweren Sehbehinderung. „Beeindruckend“, fand das Beiratsvorsitzender Gunter Partetzke und dankte Nautscher ganz ausdrücklich für sein Engagement. Zunächst hatten Hoffmann und Nautscher gemeinsam eine Art Logo für den Beirat entwickelt. Wichtig war ihnen dabei, sich vom Arbeitskreis Inklusion abzuheben, mit dem der Behindertenbeirat oft in einen Topf geworfen werde. Wenn ein Sehbehinderter ein Logo und ein Rollup mitentwickele, dann sei das echte Inklusion, findet Partetzke. Das Wort Inklusion sei auf dem Rollup aber ganz bewusst vermieden worden. „Wir kümmern uns auf Augnhöhe“ lautet stattdessen der Slogan, der eine gerade Straße mit einem Pfeil einbindet, ein Motiv, das entfernt an einen Werbespruch der Volksbank erinnere, wie die Betrachter spontamn feststellten. Partetzke gefallen Rollup, Slogan und Foto. Mit dem für sich alleinstehenden Begriff Inklusion könne er nichts anfangen, umschreibe ihn lieber, erklärt Partetzke. Der Behindertenbeirat habe vom Gemeinderat den Auftrag erhalten, sich um die politischen Belange der rund 4.700 Behinderten in der Wedemark zu kümmern. Die Betroffenen sollen wissen, da ist jemand, mit dem sie reden können, betont der Vorsitzende. Mit dem Fotografen und Grafiker Oliver Hoffmann habe der Beirat jemanden gefunden, der seit über 20 Jahren für kleinere Vereine und Institutionen arbeite und bereits für die Gemeinde, die Musikschule und den Landesblindenverband tätig gewesen sei. Da gebe es viele Parallelen. Bei einem solchen Rollup, so Hoffmann, gehe es nicht darum, etwas zu verkaufen, sondern eine Philosophie zu vermitteln.