Beitragsfreiheit in den Kindergärten

Wedemark (awi). Der Landtag hat sie beschlossen, die Kommunen müssen sie umsetzen, die Beitragsfreiheit für Drei- bis Sechsjährige. „Tun wir auch, aber Früh- und Spätdienst werden wir den Eltern berechnen“, sagte Bürgermeister Helge Zychlinski am Montag im Rat bei der Verabschiedung der neuen Gebührensatzung für Kindertagesstätten. Er betonte, es sei nicht so, dass er den Eltern die Beitragsfreiheit nicht gönne, grundsätzlich solle jedes Bildungsangebot kostenfrei sein, doch wer die Musik bestelle, müsse sie bekanntlich auch bezahlen und bestellt habe das Land die Beitragsfreiheit und die Kommunen müssten nun draufzahlen. Die Kommunen erhielten zwar Gelder vom Land, die die Beitragsausfälle kompensierten, doch hätten sie zukünftig keine Steuermöglichkeiten mehr. Die Gemeinden müssten 65 Prozent der Kosten aus ihren Steuermitteln bezahlen, betonte Zych-linski. Es sei daher in Ordnung, dass nur acht Stunden Betreuung am Tag für die Drei- bis Sechsjährigen kostenfrei seien und die Zeit darüber hinaus für Früh- und Spätbetreuung berechnet werde.
Bei den Krippen werde die Gemeinde den bisherigen Beitragssatz beibehalten, aber ebenfalls die Mehrkosten für Früh- und Spätbetreuung berechnen. Die Hortbeiträge werden sich mit Inkrafttreten der Satzung erhöhen. Eine ergänzende Betreuung zur Ganztagsschule kostet dann 90 anstatt bisher 65 Euro im Monat. In Brelingen und Mellendorf, wo es noch keine Ganztagsschule gibt, steigen die Hortgebühren von 125 auf 145 Euro monatlich. Die Gemeinde werde auch weiterhin in den KiTa-Ausbau investieren, betonte Zychlinski im Rat, auch wenn die Kostendeckung bei Krippen und KiTas weiterhin nur bei 36,9 Prozent liege.CDU und SPD gaben mit knappen Statements grünes Licht für die neue KiTa-Gebührensatzung.