Bescherung für Flüchtlingskinder

Erik van der Vorm (Mitte) überreicht einer irakischen Familie stellvertretend für die Flüchtlingsfamilien in der Wedemark einen Baukasten für die kleineren Kinder. Für die Größeren halten Sozialarbeiter Mubarek Beshara (von rechts) und seine Kollegin Mathea Müller sowie Eike Erdmann, Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten, einen Malkasten bereit. Auch Bürgermeister Helge Zychlinski (hinter Erik van der Vorm) freut sich über die Aktion und bedankte sich bei dem Scherenbosteler. Foto: A. Wiese

Erik van der Vorm gibt der Gemeinde 1.000 Euro

Wedemark (awi). „Alle reden von Integration, aber wir müssen auch aktiv etwas tun“, sagt Erik van der Vorm. Er hat jetzt – ausdrücklich betont der FDP-Ratsherr, dass er dies als Privatperson getan hat – die Summe von rund 1.000 Euro der Gemeinde an die Hand gegeben, damit sie für alle Flüchtlingskinder unter zehn Jahren in der Wedemark ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk kauft. Am Montag übergaben die neue Sozialarbeiterin der Gemeinde, Mathea Müller, und ihr Kollege von der AWO, Mubarek Beshara, gemeinsam mit Erik van der Vorm, Bürgermeister Helge Zychlinski und Eike Erdmann, Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten bei der Gemeinde, einer Familie aus dem Irak mit insgesamt fünf Kindern stellvertretend die in einer gemeinsamen Sitzung ausgesuchten Geschenke: Hochwertige Malkästen mit verschiedenen Stiftarten und Wasserfarben sowie Linealen und anderem Zubehör für die älteren und Baukästen mit Holzbausteinen für die jüngeren Kinder. Insgesamt werden 50 Flüchtlingskinder in der betreffenden Altersgruppe bis zehn Jahre in der Wedemark beschert. Die Sozialarbeiter übernehmen die Verteilung der Geschenke. Erik van der Vorm bedankte sich bei der Verwaltung für Organisation der Geschenke und Abwicklung der Verteilung und freute sich über die strahlenden Kinderaugen angesichts von Malkasten und Bausteinen.
„Die Flüchtlingsfamilien sollen doch sehen, wie wir in unserem Kulturkreis Weihnachten feiern und unsere Kultur leben. Wenn die Kleinen damit aufwachsen, werden sie mit unserer Kultur vertraut und verstehen sie“, erklärt Erik van der Vorm, der sich ehrlich darüber freut, dass die Gemeinde seinen Wunsch so unbürokratisch in die Tat umgesetzt hat. Bürgermeister Helge Zychlinski nannte van der Vorms Vorstoß eine „großartige Idee“. Die Kinder seien die Schwächsten der Gesellschaft. Gerade die Kleinen mit pädagogisch wertvollen Präsenten zu bedenken, sei eine tolle Sache. Die Gemeinde hat insgesamt 50 Kinder aus Familien bedacht, die aus dem Irak und Syrien „in größter Not zu uns gekommen sind“. Sie gelte es willkommen zu heißen, daher sei Erik van der Vorm außerordentlich dankbar für die Präsente, die die Gemeinde selbst nicht hätte finanzieren können.