Besuch aus Polen und der Ukraine

Die Teilnehmer am trilateralen Austausch beim Gruppenfoto am Steinkreis auf dem Campus W. Foto: B. Stache

IGS Wedemark organisiert drittes Treffen beim trilateralen Austausch

Mellendorf (st). Es ist dies die dritte Begegnung der zehn Wedemärker IGS-Schüler und ihrer Lehrer mit Gleichaltrigen aus Polen und der Ukraine, die am trilateralen Austausch des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) teilgenommen haben. Nach dem ersten Treffen im November 2015 im polnischen Kreisau und April 2016 in Krakau waren die Gäste am Sonnabend zu einem sechstägigen Besuch in der Wedemark eingetroffen. Die fröhliche Willkommensparty fand bei Familie Braeske in Bennemühlen statt. Am Sonntag stand das Heide Park Resort in Soltau auf dem Besuchsprogramm. IGS-Schulleiterin Heike Schlimme-Graab begrüßte offiziell am Montagvormittag im Schulgebäude des Campus W neun Schüler und ihre Lehrer aus Krakau sowie elf Schüler mit Lehrern aus Kharkiv/Ukraine. Sie dankte ihren polnischen und ukrainischen Kollegen, dass sie die Organisation der weiten Reise auf sich genommen haben. Heike Schlimme-Graab wünschte allen Teilnehmern des trilateralen Austauschs eine gute Zusammenarbeit, die in so schwierigen politischen Zeiten besonders wichtig sei. Die Unterhaltungen liefen in Deutsch und Englisch – alle polnischen und ukrainischen Schüler belegen Deutschkurse in ihren Heimatschulen. Angela Ostapchuk, stellvertretende Schulleiterin aus Kharkiv, bedankte sich für die freundliche, warmherzige Aufnahme. „Wir werden nicht vergessen, dass Ihr Land die Ukraine die ganzen Jahre unterstützt hat. Wir möchten Sie gerne auch einmal zu uns einladen und bei uns begrüßen“, erklärte sie. Für die polnische Delegation sprach Englischlehrer Pavel Rogala. „Das ist eine Investition in die Zukunft der Kinder. Was ihr hier mitnehmt, könnt ihr für euer weiteres Leben nutzen“, sagte er mit Hinweis auf das Austauschprogramm. Schulleiterin Heike Schlimme-Graab bedankte sich bei der ukrainischen und polnischen Gruppe, von denen sie jeweils die Landesflagge und ein Buch als Gastgeschenk erhielt. Die Gastschüler nahmen auch am Schulunterricht teil und informierten sich über die Situation der Geflüchteten in der Wedemark. In Hannover wurden unter anderem das Rathaus, der Maschsee, die Herrenhäuser Gärten sowie das Mahnmahl für die ermordeten Juden Hannovers besichtigt. Am Mittwoch ging es zur Gedenkstätte Bergen-Belsen, am Donnerstagabend traten die Gäste ihre Heimreise an. Der trilaterale DPJW-Austausch soll auch 2016/17 fortgesetzt werden, kündigten die beiden verantwortlichen IGS-Lehrer Franziska Frome-Ziegler und Joachim Kasten an – „Wege in die Freiheit“ lautet dann das Thema. „Das ist ein ganz besonderer Austausch. Darauf bin ich stolz“, bekannte IGS-Schulleiterin Heike Schlimme-Graab am Montag nach dem Gruppenfoto am Steinkreis auf dem Campus W.