Besucher aus Fernost setzen auf Warnke

Der 14-jährige David Kohn (Mitte) und der 13-jährige Jan Hüper arbeiten schon seit mehr als zwei Jahren mit dem Warnke-Verfahren – mit sichtbarem Erfolg, bestätigen ihre Trainerinnen Ingrid Kaste (rechts) und Renata Riehl, die den Gästen aus Fernost und Ralf Warnke als Ansprechpartner zur Verfügung standen. Foto: A. Wiese

Besonderes Lerntraining aus der Wedemark auf dem Weg nach Asien

Wedemark (awi). „Meine Zensuren sind besser geworden, ich kann mich besser konzentrieren, mache weniger Fehler beim Lesen und in der Rechtschreibung“, versicherten David Kohn und Jan Hüper übereinstimmend den Besuchern in der Realschule. Beide Jungen arbeiten seit mehr als zwei Jahren mit den ehrenamtlich tätigen Müttern Ingrid Kaste und Renata Riehl nach dem Warnke-Verfahren. Denn Erfolg hat sich mittlerweile weltweit herumgesprochen: Mehr als 10.000 Kilometer weit ist die Strecke, die sieben Männer und Frauen aus Fernost bis in die Region Hannover zurücklegen, um neue Wege für die Mädchen und Jungen aus Singapur, Indonesien und Malaysia nach Hause zu bringen. Einer dieser Besucher ist Manfred Stoifl, der sich mit seinem Team im Einsatz von medizinisch-technischen Geräten schulen lassen möchte. Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Konzentration sowie vor allem sicheres Lesen und Schreiben sollen so bestmöglich gefördert werden.
Der Kontakt nach Deutschland entstand durch Manfred Stoifl, der schon seit Jahren von dem „Warnke-Verfahren“ überzeugt ist und in Asien sehr erfolgreich ein Unternehmen im Bereich der Hörgeräteakustik betreibt. Nun möchte Stoifl in Indonesien zusätzlich entsprechende Förderzentren vor allem zur Lernförderung bei Kindern und Jugendlichen nach dem Warnke®-Verfahren aufbauen.Im Rahmen einer insgesamt sechstägigen Schulung bei der MediTECH Electronic GmbH in Bissendorf (Region Hannover), dem Hersteller und Entwickler dieses besonderen Hirnleistungstrainings für Schüler, besuchten die Gäste am 11.09.2014 die Realschule Wedemark. Dort werden seit mehreren Jahren Schülerinnen und Schüler sehr erfolgreich mit dem Warnke-Verfahren gefördert. Zahlreiche Mütter, wie zum Beispiel Renata Riehl und Ingrid
Kaste unterstützen dort die nachmittägliche Förderung mit hohem persönlichem und zeitlichen Einsatz. Die Jugendlichen trainieren dann u.a. laterales Lesen, visuelles Buchstabieren und vollziehen ein besonderes, von der MediTECH entwickeltes Hirnleistungstraining. Um den gewünschten schulischen Erfolg zu erreichen, wird es mit Sicherheit auch in dem neuen Schuljahr wieder eine Reihe von Schülern geben, die diese Förderung erfahren und für sich nutzen dürfen. Am Donnerstag besucht die Gruppe noch das Logopädische Zentrum in Gifhorn, wo ebenfalls sehr aktiv Lernförderung für
Kinder nach dem Warnke®-Verfahren betrieben wird. Die Heimreise treten die Gäste aus Asien dann am Sonntag an, um den Kindern in der Region die Chance zu geben, künftig von diesem besonderen Training nachhaltig zu profitieren. In der Realschule sind es zurzeit weniger Schüler als früher, die mit dem besonderen Verfahren trainiert werden. So ist zum Beispiel auch Platz für zwei Grundschüler, die ebenfalls von Ingrid Kaste und Renata Riehl geschult werden. „Wir arbeiten mittwochs und donnerstags ab 13.35 Uhr beziehungsweise 12 Uhr mit den Kindern, zwei Betreuerinnen mit jeweils einem Schüler“, so Renata Riehl und Ingrid Kaste. Sie gehen davon aus, dass sie demnächt auch die Hauptschüler in das Lerntraining miteinbeziehen werden, wenn Lehrer, Eltern und natürlich die Schüler selbst es für sinnvoll halten. „Es basiert alles auf Freiwilligkeit“, betont Ingrid Kaste ausdrücklich.