Besucheransturm beim Landmarkt

Erst war Bürgermeister Helge Zychlinski doch ein wenig skeptisch, dann total begeistert von den Wasserbüffeln. Und selbst draufsitzen auf dem Zuchtbullen Ulli klappte problemlos wie von Tino Bullmann (rechts) versprochen.

Lebende Wasserbüffel erweisen sich nach Pause als Publikumsmagnet

Bissendorf (awi). „Dass das so gutmütige Tiere sind, hätte ich nicht gedacht.“ Bürgermeister Helge Zychlinski ist verblüfft als er nach anfänglichem Zögern dann doch der Einladung des Eilter Landwirts Tino Bullmann folgt, und sich vorsichtig auf dem Rücken von Wasserbüffel-Zuchtbulle Ulli niederlässt, der es sich auf dem Stroh im Pferch mitten auf dem Amtshof gemütlich gemacht hat. Kuh Antonia steht derweil wiederkäuend dabei und betrachtet seelenruhig das bunte Treiben um sich herum.
„Hoffentlich kriegen die armen Büffel nicht mit, dass nebenan Mama oder Papa verspeist werden“, macht sich eine Marktbesucherin angesichts der Büffelburger von Torsten Bornemann Sorgen. Sie ist genauso fasziniert wie viele andere, die teils mit Kindern und Enkeln gekommen sind, um die Wasserbüffel zu sehen. Einige finden sie kleiner, andere größer, als sie sich sie vorgestellt haben. Ausnahmslos alle Marktbesucher sind jedoch begeistert vom Charakter der Tiere, die sich genüsslich kraulen und mit Heu füttern lassen. Tino Bullmann ist vier Stunden lang damit beschäftigt, Fragen zu beantworten und Auskünfte über die Wasserbüffel zu erteilen, während seine Frau Claudia Bullmann Marktverkäuferin Helga Glienke unterstützt, die bei dem Kundenansturm kaum hinterher kommt. Der Büffelmozzarella ist bereits um 16 Uhr ausverkauft. Aber zum Glück gibt es ja noch genügend andere Produkte aus der Wasserbüffelmilch und natürlich auch Käse aus Kuhmilch. Aber an diesem Landmarkt-Donnerstag waren die Wasserbüffel und ihre Produkte klare Quotensieger! Landmarktvereinsvorsitzender Carsten Dettmers freute sich über die tolle Resonanz auf diesen ersten Markt nach drei Wochen Straßensperrung in Bissendorf und die Versicherungen der Marktbesucher, wie sehr sie „ihren“ Markt vermisst hätten. Und auch Bürgermeister Zychlinski, der vor allem vorbei gekommen war, um zu sehen, ob es nach der Zwangspause einen „Einbruch“ bei den Besucherzahlen gegeben hatte, konnte ganz beruhigt und um eine „Büffel-Erfahrung“ reicher nach Hause gehen.