BfW übergibt 240 Einwände an Gemeinde

Im Beisein von Ortsbürgermeister Daniel Leide (l.), der auf ausdrücklichen Wunsch von Bürgermeister Tjark Bartels an der Unterschriftenübergabe teilnahm, übergaben Manfred Kleinke (v. l.), Herbert Exner, Bernd Schützendübel, Franz-Josef Schirmer und Bigit Weikum die von der BfW verteilten und unterschrieben wieder eingesammelten Einwandserklärungen an Oliver Schultz (3. v. l.) aus der Gemeindeverwaltung. Foto: A. Wiese

Massive Bürgerkritik an Vorentwurf zur Bauleitplanung in Bissendorf-Wietze

Bissendorf-Wietze (awi). Vor dem Bürgerhaus in Bissendorf haben fünf Mitglieder der „Bürger für Wietze“ (BfW) am Montagnachmittag ein Paket von 215 unterschriebenen Einwandserklärungen gegen den Vorentwurf zur Bauleitplanung in Bissendorf-Wietze an Planer Oliver Schultz aus der Gemeindeverwaltung überreicht. Weitere 25 Erklärungen wurden kurz darauf nachgereicht. Rund 25 Einwände lägen in der Verwaltung an diesem 15. Oktober, dem offiziellen Fristende, bereits vor, erklärte Schultz.
Er sprach allerdings von einer Fristverlängerung um einige Tage, damit wirklich alle, die Einwände gegen den Vorentwurf der Planung vorbringen wollten, die Gelegenheit dazu hätten. Bereits bei der Ortsratssitzung, der Informationsveranstaltung der Gemeinde und der von der BfW initiierten Bürgerversammlung letzte Woche hatte sich die massive Kritik der betroffenen Grundstückseigentümer abgezeichnet. Wie berichtet bezieht sich die dreiteilige Vorentwurfsplanung nur auf die eine Seite der Burgwedeler Straße. Nach Schätzungen von BfW-Sprecher Manfred Kleinke sind hier rund 400 bis 500 Haushalte betroffen, von denen weit mehr als die Hälfte ihre Einwände gegen den Vorentwurf nun schriftlich gegenüber der Gemeindeverwaltung manifestiert habe. Verteilt habe die BfW ihre vorgedruckten Einwandserklärungen auf beiden Seiten des Dorfes, erklärte Ortsratsmitglied Bernd Schützendübel. Das Hauptanliegen der BfW sei gewesen, Nachbarn und Bürger dafür zu sensibilisieren, was die Vorentwurfsplanung, wenn sie denn so später abschließend beschlossen würde, für sie bedeute. Manfred Kleinke von der BfW ergänzte, in der Bürgerversammlung sei „das große Entsetzen“ der Anlieger über den Vorentwurf deutlich geworden. Vor allem irritiere die Betroffenen der geplante Wanderweg an der Wietze, für dessen Realisierung deutliche Eingriffe in Besitz und Wert der Grundstückseigentümer notwendig wäre. Die Gemeinde habe darüber im Vorfeld der Veröffentlichung des Vorentwurfs kein Wort mit den Betroffenen gesprochen, hätte dies nach Ansicht der BfW aber tun müssen, „um Sorgen und Unmut zu vermeiden“. Die Verwaltung werde die Einwände der Bürger sowie die noch zu erwartenden Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange jetzt auswerten und ihre Ergebnisse der Politik Anfang nächsten Jahres zur Entscheidung vorlegen, erklärte Oliver Schultz bei der Übergabe der Einwände. Ortsbürgermeister Daniel Leide äußerte sich vor Ort nicht zur Sache. Er war von Bürgermeister Tjark Bartels ausdrücklich um seine Teilnahme an dem Termin gebeten worden, was nach Informationen des ECHO von den Vertretern der BfW jedoch scharf kritisiert wurde.