Bienen brauchen Blühstreifen

Christoph Schmieta (links) besichtigt mit Imkern und Landwirten einen frisch angelegten Blühstreifen. Foto: B. Stache

Erfolgreiche Kooperation zwischen Imkern und Landwirten

Brelingen (st). „Das Landvolk und der Imkerverein Wedemark haben 2014 begonnen, zum Wohle der Biene Blühstreifen anzulegen“, erklärte Christoph Schmieta, 1. Vorsitzender des Vereins anlässlich eines Treffens mit Imkern und Landwirten am Freitagabend bei Cord Hemme in Brelingen. Die erfolgreiche Kooperation soll auch in diesem Jahr mit der Aktion „Blühende Wedemark 2015“ fortgesetzt werden, die vom Saatguthandel unterstützt wird. „Wir haben festgestellt, dass im Juli und August das Blühangebot zurückgeht“, sagte Imker Manfred Dannenfeld. „Mit dem Anlegen der Blühstreifen stellen die Landwirte sicher, dass wir Imker unsere Bienenvölker gut durch das ganze Jahr bringen“, ergänzte Sebastian Priebe. Blühstreifen bieten aufgrund ihrer artenreichen, bunten Blütenpracht besonders Bienen ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot. In einer mitunter monotonen Ackerlandschaft stellen sie zudem ein belebendes Element dar und dienen dem Menschen auch als Augenweide. „Für das Anlegen von Blühstreifen erhalten Landwirte zirka 700 Euro pro Hektar“, so der Brelinger Landwirt Cord-Peter von der Wroge während der Besprechung. Christoph Schmieta machte deutlich, dass dieser Gedankenaustausch das Verständnis zwischen Landwirten und Imkern fördert. „Wir sind auf dem Weg zu einer übergreifenden Vernetzung“, fügte Manfred Dannenfeld an. Derzeit verfügt der Imkerverein Wedemark über 86 Imker. Diese betreuen 660 Bienenvölker. Erklärtes Ziel des Vereins ist es, durch seine umfangreichen Tätigkeiten die Bienenhaltung zu erhalten und zu fördern. So werden durch ein aktives Patensystem Jungimker von erfahrenen Imkern über die ersten Jahre begleitet, heißt es in einem Vereinspapier. Die Jungimker erhalten demnach auf Wunsch Material für drei Bienenvölker und die Völker gestellt. „Nach einem Jahr können sie dann entscheiden, ob sie Spaß am neuen Hobby haben. Sollten die Jungimker in dieser Zeit feststellen, dass ihnen die Bienenhaltung nicht zusagt, können sie das Material kostenfrei zurückgeben.“ Allen Vereinsmitgliedern stehen eine Honigschleuder sowie weitere wichtige Gerätschaften zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Mit dem Appell, wieder mehr Honig beim einheimischen Imker zu kaufen, beendete Christoph Schmieta die Gesprächsrunde in Brelingen. Die Gruppe fuhr anschließend zur Besichtigung eines frisch angelegten Grünstreifens in der Brelinger Feldmark. Für den heutigen Mittwoch haben der Imkerverein und das Landvolk Wedemark zu einem gemeinsamen Informationsaustausch zum Thema „Honigbienen und die Stressfaktoren Krankheiten, Pflanzenschutzmittel und Nahrungsmangel“ in Knop`s Restaurant „Zur Post“ nach Abbensen eingeladen. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Als Referent konnte Dr. Werner von der Ohe vom Institut für Bienenkunde Celle gewonnen werden.