Bio-Vollkornbrot auf dem Landmarkt

Eigene Vollkornmehle werden in der Backstube Bundschuh mit wertvollen Zutaten von motivierten und fachlich kompetenten Mitarbeitern zu gesunden Brotspezialitäten verarbeitet. Foto: Backstube Bundschuh
 
Die Auswahl an Vollkornbrot in der Backstube Bundschuh ist groß. Foto: Backstube Bundschuh

In der Backstube Bundschuh trifft Überzeugung auf Leidenschaft

Bissendorf. Man nehme: eigene Vollkornmehle, belebtes Wasser und wertvolle Zutaten, vorzugsweise aus der Region. Dazu gebe man ein fröhliches und motiviertes Team, die umfassende Kenntnis der Ernährungswissenschaft, sehr viel Leidenschaft und die Kunst des ursprünglichen Bäckerhandwerks. Nach diesem gesunden und freudvollen Spezial-Rezept backt das Team in der Backstube Bundschuh. Dinkel, Weizen, Roggen und Einkorn – das in der Backstube Bundschuh verwendete Brotgetreide reift auf eigenen Bioland-Flächen und wird direkt vor Ort in speziellen Mühlen schonend vermahlen. Weil bei der Verarbeitung in den ZENTROFAN-Vollwert-Mühlen kaum Reibungshitze entsteht, bleiben alle Nährstoffe aus dem vollen Korn erhalten. Dies wissen die Kunden der Backstube Bundschuh zu schätzen und darum hatte die Backstube auch schon vor der Eröffnung des Wedemärker Landmarkts auf dem Bissendorfer Amtshof eine feste Stammkundschaft in der Wedemark, die sich Brot, Brötchen und Gebäck von Bundschuh entweder im Hofladen Stoll in Schlage-Ickhorst, im Naturkostladen in Mellendorf, bei Ahlvers in Meitze oder im Landladen in Großburgwedel holte. „Unsere Kunden freuen sich, dass sie ihr Lieblingsbrot jetzt auch donnerstags auf dem Markt in Bissendorf kaufen können“, weiß Dorothee Zimmermann. Die zweite Vorsitzende des Landmarktvereins ist fast an jedem Markttag selbst in Bissendorf im Marktwagen und führt angeregte Gespräche mit ihren Kunden. Auch sie gehört zur Familie. Ihr Bruder Friedrich Bohm ist der Hofbesitzer. Gründerin und Ideengeberin der Backstube ist Petra Rempe, Dorothees Schwägerin. Der Familienbetrieb in Stöckendrebber bei Neustadt vereint Landwirtschaft und Bäckerei unter einem Dach. Die Backstube Bundschuh ist eine kleine Hof-Bäckerei auf dem Land und arbeitet Hand in Hand mit der Landwirtschaft unter einem Dach. Direkt vor der Tür der Backstube wächst auf eigenen Bioland-Flächen das Korn, das im Betrieb schonend zu Vollkornmehl gemahlen und aus dem Brote, Brötchen und Kuchen gebacken werden. Verwendet werden ausschließlich Rohstoffe aus biologischem Anbau. Was nicht selbst angebaut wird, kommt von vertrauenswürdigen Partnern – möglichst aus der Region. Das ist die Basis für Backwaren aus der Backstube Bundschuh. Lecker wird es mit Leidenschaft. Die nachhaltige Produktkette vom Korn bis zum Brot ist die großartige Besonderheit der Hofbäckerei. Die betriebseigenen Sauerteige sind eine Spezialität der Backstube Bundschuh. Für sämtliche Hefe-Teige wird ausschließlich Bio-Hefe verwendet. Alle Produkte der Backstube Bundschuh tragen das Bioland-Siegel. „Unseren Kunden bieten wir größtmögliche Transparenz durch die Kennzeichnung aller Inhaltsstoffe“, versichert Dorothee Zimmermann. Alle Weizen- und Dinkelbrötchen, Käsestangen oder Baguettes backen wir zu hundert Prozent mit hochfeinen Zentrofan-Vollkorn-Mehlen – das macht sie besonders locker. Für ihre fluffige Konsistenz sorgt auch die Anbaukunst des Landwirts Friedrich Bohm. Sein besonders hochwertiges Bio-Getreide erspart den Einsatz von Backmitteln und sorgt so für echte vollkornige Knusprigkeit. Die betriebseigenen Sauerteige bilden das Herzstück der Backstube Bundschuh. Sie tragen den einzigartigen Geschmack Stöckendrebbers in sich, denn Sauerteige führen ein wetterfühliges Eigenleben. Selbst unter gleichen Bedingungen würde derselbe Sauerteig in Hannover einen anderen Geschmack entfalten, als im ländlichen Stöckendrebber, versichert Dorothee Zimmermann ihren staunenden Kunden auf dem Markt. Die Backstube Bundschuh verwendet einen Sauerteig, der vor zwanzig Jahren aus mütterlichen Händen weitergegeben worden ist. Seitdem wird er sorgsam weitervermehrt und passt sich Jahr für Jahr den neuen Getreidequalitäten an. Als Hommage an die Mutter, die diesen Teig einst hergestellt hat, backen die Bäcker der Backstube Bundschuh ein Brot nach überliefertem Rezept – Mutters Bestes. Es gehört zu den erklärten Favoriten der Bissendorfer Marktbesucher, aber sie lieben auch das Gebäck wie beispielsweise den „Hausfreund“, die knusprigen Vollwertbrötchen oder den Zwiebelkuchen, dessen Saison jetzt allerdings zu Ende geht. „Auch unser selbst gemacher Rübensaft ist in Bissendorf sehr gefragt“, berichtet Dorothee Zimmermann und nimmt jeden Donnerstag einen reichlichen Vorrat davon im Marktwagen mit. „Der gute Start des Wedemärker Landmarkts in Bissendorf ist mit Sicherheit der guten Qualität der Produkte der Marktbeschicker zu verdanken“, ist sie überzeugt, lobt aber auch die gute Organisation und die Unterstützung durch die Medien und die Gemeinde. „Jetzt müssen wird mal abwarten, wie es in der schwierigen Marktzeit von Januar bis März läuft. Dann zeigen sich echte Marktgänger“, ist sie gespannt. Wie ihre Marktbeschicker-Kollegen hat auch sie an jedem Markttag das Ohr am Publikum, fragt nach den Wünschen, reagiert darauf mit ihrem Angebot. „Ganz schnell hat sich gezeigt, dass die Leute hier nicht nur einkaufen, sondern da bleiben, klönen und vor Ort etwas essen wollen. Darauf stellen wir uns alle ein, sprechen uns untereinander ab“, erzählt die zweite Vorsitzende des Landmarktvereins, die sich schon jetzt auf den nächsten Landmarkt am Donnerstagnachmittag auf dem Bissendorfer Amtshof freut.