Blindschleiche und Waldameise

Die Kinder fanden die Ferienpassaktion mit dem Hegering außerordentlich abwechslungsreich.
Wedemark. Zu der gemeinsam von der Frauenunion und dem Hegering Wedemark veranstalteten Ferienpassaktion letzte Woche meldeten sich 36 Kinder an. Die zum neunten Mal in Folge immer an anderen Orten in der Wedemark stattfindende Veranstaltung führte dieses Mal von der Wietzesiedlung östlich der A7 durch die Gemarkung Gailhof nach Wennebostel. Bei strahlendem Sonnenschein begann die über sechs km lange Wanderung mit lieben und hochmotivierten Kindern. Auch ein kräftiger Regenschauer konnte die gute Stimmung aller Beteiligten nicht stören. Die Jägerinnen Katrin
Kuhfß und Claudia Westmann hatten neben Hegeringleiter Folke Hein ihren Schützlingen viel über die Pflanzen und Tiere zu erklären. Bereits beim Spaziergang wurde viel beobachtet. Die höchste Aufmerksamkeit erzielte eine sonnenbadende Blindschleiche, die sich die Kinder genau angesahen. Aber auch Waldameisen, Käfer und viele Insekten erweckten neben Totholz viel Beachtung wie auch die heimischen Kräuter, Gräser, Bäume und Sträucher. Einige Kinder glänzten mit hervorragenden Artenkenntnissen. Die Wanderung führte weitestgehend durch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Aber auch Wald und Wiesen neben Büschen und Hecken zeigten die interessante Wedemark von ihrer schönen Seite. Die zunehmenden Niederschläge ließen die Kinder und Betreuer zum Ende etwas schneller gehen. Letztendlich wuchs bei allen mit fortschreitender Wanderung der Wunsch, möglichst schnell in Wennebostel beim Kartoffelbetrieb Söder anzukommen. Wie in den Vorjahren hatten die Damen der Frauenunion um Marion Müller-Huth wieder mit selber vorbereiteten Salaten mit Obst und Gemüse, Mettklößen, heißen Würstchen, Brot und Getränken reichlich vorgehalten. Wurde bei der Wanderung nicht immer der Geschmack eines jeden getroffen, waren hier alle begeistert. Die Mengen, die dort in aller Ruhe von den Kindern gegessen wurden, belegten, dass die Frauenunion bei ihren umfangreichen Vorbereitungen den Geschmack aller getroffen hat. Der Dank der Kinder drückte dieses aus. Die JägerInnen holten die Kinder zum Abendansitz ab. Die meisten Kinder beobachteten vom Hochsitz alleine, wenige zu zweit, in Begleitung eines Jäger das Wild. Das Rehwild war aufgrund der Paarungszeit viel auf den Läufen und bot den meisten Anblick. Aber auch Hasen, Füchse und viele Vögel ließen keine lange Weile aufkommen. Nach der Rückkehr spiegelte sich in den Gesichtern der Kinder viel Begeisterung über das Gesehene und das von den Jägern über Wild und Natur erfahrene. Insgesamt waren für die 36 Kinder in der Altersspanne sechs bis zwölf Jahre etwa die gleiche Anzahl an Ehrenamtlichen im Einsatz. Diese Veranstaltung wird sicherlich wegen des bestehenden Interesses und der begeisterungsfähigen Kindern im nächsten Jahr wiederholt.
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