Bode: Neue Brücke erhöht Verkehrssicherheit

Die Bauarbeiten an der Allerbrücke haben begonnen, Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. Foto: N. Graf

Baubeginn der neuen Allerbrücke in Essel an der L 190

Essel. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode hat heute gemeinsam mit Landrat Manfred Ostermann, Landkreis Soltau-Fallingbostel und Bürgermeister Bernd Block, Gemeinde Essel, mit einem symbolischen ersten Spatenstich den Startschuss für den Neubau der Allerbrücke in Essel gegeben. Die 1926 gebaute Brücke ist marode und weist erhebliche bau - und verkehrstechnische Mängel auf. „Wir wollen mit dem Neubau der Allerbrücke gleichzeitig auch die Linienführung der Fahrbahn verbessern. Mit der neuen Linienführung erreichen wir eine bessere Einsehbarkeit des gesamten Streckenabschnitts und erhöhen damit maßgeblich die Verkehrssicherheit auf diesem unfallträchtigen Teilstück der L 190", sagte Bode. Dazu werden Fahrradfahrer und Fußgänger künftig über einen getrennten Radweg über die Aller geführt. Die Fertigstellung der 137 Meter langen neuen Brücke soll bis Ende 2011 erfolgen. Die Länge der gesamten Neubaustrecke beträgt rund 630 Meter. Die Baukosten belaufen sich auf gut sechs Millionen Euro, davon fast fünf Millionen Euro für den Brückenbau. Die Finanzierung des Projekts erfolgt je zur Hälfte aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Der SPD-Politiker Björn Gehrs nahm ebenfalls Stellung: Nach Unfällen auf der Autobahn ist es bereits am ersten Wochenende
nach der Sperrung der Esseler Allerbrücke auf den
Umleitungsstrecken zu kilometerlangen Staus gekommen.  Da die Route
über die L 190 nicht mehr zur Verfügung steht, stauten sich die
Fahrzeuge auf der Bundesstraße 214 allein in Buchholz (Foto) bis zu
drei Kilometer und damit durch die gesamte  Ortsdurchfahrt. Aber auch
andernorts kam es zu kilometerlangen Staus. Beispielsweise zwischen
Ahlden und Hodenhagen im Kreuzungsbereich zur überlasteten
Landesstraße, die von vielen als Ausweichroute in Richtung Walsrode
genutzt wurde. Um für künftige Fälle besser gewappnet zu sein, hat der
Buchholzer Kommunalpolitiker Björn Gehrs in einer Verkehrskonferenz
Vertreter des Landes daher um Prüfung gebeten, ob zumindest in solchen
extremen Verkehrsituationen eine Abhilfe möglich ist. Bespielsweise
indem die  Allerbrücke ausnahmsweise kurzzeitig für den
Umleitungsverkehr genutzt werden kann, wenn andernorts so gut wie
nichts mehr geht und die Baustelleneinrichtung dies zulässt. Der
anwesende Vertreter der Straßenbauverwaltung räumte diesem  Vorschlag
jedoch keine Chancen ein und verwies unter auf die einzuhaltenden
Bauzeiten. Ein anderes noch ungelöstes Problem stellt nach Ansicht von
Gehrs der Schülerverkehr dar. Hier haben Schüler und Eltern
Sicherheitsbedenken dagegen angemeldet, dass der Bus nun über die
Autobahn fährt,  zumal  Sitzplätze oft nicht ausreichen. Hier soll
aber ein Gespräch zwischen Landkreis und Elternvertreter in der
nächsten Woche eine weitere Klärung bringen.
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