Boule Landesmeisterschaft in tropischer Hitze

Mike Wiemers (links) vom Jever-Pétanque-Club auf der Bahn 29 bei einem erfolgreichen Wurf. Foto: B. Stache

Biss’n Bouler vom Turn-Club Bissendorf erweisen sich als gute Gastgeber

Bissendorf (st). Vor jeder Begegnung wünschten sich die Boule/Pétanque-Spielpartner „Schönes Spiel“. Dies hatten dann auch die 120 Mannschaften bei der Landesmeisterschaft Doublette Mixte 2015 am Sonnabend auf dem weitläufigen Sportgelände in Bissendorf. Die Biss’n Bouler vom TC Bissendorf waren Ausrichter des ganztägigen Turniers, das mit 73 Spielfeldern auf drei Spielstätten den reibungslosen Spielverlauf bei der Jagd auf das „Schweinchen“, wie die Zielkugel beim Boule genannt wird, sicherstellte. „Dabei bieten wir den Teams verschiedene Untergründe von der Rotasche über feinen Splitt bis hin zu Schotter an. Das verlangt den Spielern alle Wurftechniken ab“, erklärte Detlef Koch, Biss’n Bouler und Vizepräsident Sport im Niedersächsischen Pétanque-Verband. Aber auch das Wetter verlangte an diesem Tag den Spielern viel ab. Um 23.55 Uhr war die Meisterschaft, die sich zeitweise zu einer wahren Hitzeschlacht entwickelte, beendet. „Wohl aufgrund der tropischen Temperaturen war das Teilnehmerfeld schon zu Beginn des Turniers stark reduziert. 19 Teams traten nicht an. Auch im weiteren Tagesverlauf reduzierte sich das Teilnehmerfeld um weitere 30 Teams, da die Hitze ihren Tribut forderte“, schreibt der Niedersächsische Pétanque-Verband auf seiner Internetseite. Unter www.petanque-npv.de kann das Gesamtergebnis der Landesmeisterschaften Doublette Mixte 2015 eingesehen werden. „Nach fünf Runden für alle spielen die besten vier Mannschaften den Turniersieger aus“, kündigte Detlef Koch am Sonnabendvormittag an. „Wir sind heute zu dritt, weil das Turnier auf drei verschiedenen Spielbereichen durchgeführt wird“, berichtete Hans Alves aus Hannover, Schiedsrichter im Niedersächsischen Pétanque-Verband. Die Landesmeisterschaft endete mit der Finalbegegnung Gisela Hintzmann/Jascha Buchner (SGF Bremen/TSV Krähenwinkel) gegen Esther Zipperling/Oliver Hahlbohm (TSV Rethen). Hintzmann/Buchner konnten die Boule-Partie mit 13:9 für sich entscheiden. Beide Teams hatten damit jeweils sieben Spiele bestritten und waren mit kleinen Unterbrechungen nahezu 14 Stunden aktiv. „Und das bei Temperaturen von bis zu 40 Grad. In den Halbfinals und dem Finale, die auf dem Pétanqueplatz unter Flutlicht stattgefunden haben, merkte man den Teams diese extreme Situation nicht mehr an“, stellte Detlev Koch fest. „Die gute Organisation und optimale Platzverhältnisse kamen bei allen Besuchern bestens an“, freute sich Detlef Koch nach dem Turnier.