Brandmeister Rolf Seifert 50 Jahre dabei

Ortsbrandmeister Christian Henn (l.) und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Klaus Wilhelms gratulierten bei der Feuerwehrhauptversammlung in Wennebostel dem Geehrten, Rolf Seifert (M.) und den Beförderten zu ihren Auszeichnungen und neuen Dienstgraden. Foto: A.Wiese

Feuerwehr Wennebostel leistete 3539 Stunden und absolvierte 13 Einsätze

Wennebostel (awi). Eine kleine Wehr, die aber viel zu tun hat, ist die Freiwillige Feuerwehr Wennebostel. Das ging bei der Hauptversammlung am Sonnabend im Gasthaus Bludau aus dem Bericht des Ortsbrandmeisters Christian Henn unzweifelhaft hervor. 13 Einsätze absolvierten die 25 Aktiven und leisteten allein dabei 90 Stunden ab. Der schwerste Einsatz für die Wehr sei der tödliche Unfall am Bahnübergang gewesen, berichtete Henn.
Insgesamt rückten die Brandschützer 2012 zu sieben Brandeinsätzen, fünf technischen Hilfeleis-tungen und einem Logistikeinsatz – ihrem Spezialgebiet in der Gemeindefeuerwehr – aus. Das waren mehr als doppelt soviele Einsätze wie 2011. Zusammen mit den 25 Aktiven gehören der Wehr 144 Mitglieder an: Neun Jugendliche, 15 Alterskameraden und 95 fördernde Mitglieder. Auf die Aktiven entfallen 2.282 Stunden, auf die Jugend 1.167 Stunden, zusammen 3.539 Stunden. Lehrgänge belegten im vergangenen Jahr Claudio Koehler (Führerschein C und Sprechfunk), Karsten Gastmann (Sprechfunk und Truppmann II), Jan Feuerhahn, Marlon Rommel und Laurin Schrader (alle Truppmann I). Jugendfeuerwehrwart Dirk Warnecke berichtete, dass seine Jugendwehr mit fünf Jungen und vier Mädchen in 2012 sehr rege gewesen sei. Sie habe Weihnachtsbäume eingesammelt, sich am Völkerballturnier und den Osterfeuervorbereitungen beteiligt, sei im Heideheim und im Zeltlager bei der Partnerwehr in Proseken an der Ostseee gewesen, habe den Laternenumzug im Herbst begleitet und treibe jetzt im Winter jeden ersten und dritten Sonnabend im Monat Sport in der Schulturnhalle in Bissendorf. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Klaus Wilhelms hatte ein ganz besonderes Ehrenzeichen mitgebracht: Brandmeister Rolf Seifert erhielt es für 50-jährige Mitgliedschaft. Befördert wurden der stellvertretende Ortsbrandmeister Markus Kablitz zum ErstenHauptlöschmeister, Heiner Rieckenberg zum Ersten Hauptfeuerwehrmann, Karsten Gastman zum Oberfeuerwehrmann sowie Jan Feuerhahn, Marlon Rommel und Laurin Schrader zu Feuerwehrmännern.
Im Auftrag von Rat, Verwaltung und dem Bürgermeister richtete die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf, die nach einer Umstrukturierung innerhalb der Verwaltung jetzt die Feuerwehr in ihrem Bereich hat, Grüße aus. Ausdrücklich bedankte sie sich bei den Wennebosteler Brandschützern für ihr ehrenamtliches Engagement bei Ausbildung, Übungen und im Einsatzfall. Bei einem Ereignis wie dem tödlichen S-Bahn-Unfall bekomme der ehrenamtliche Einsatz eine ganz besondere Bedeutung. In einem kurzen Rückblick sprach Beckedorf die Sonderaufgabe der Wennebosteler als Zubringer für Nachschub bei technischen Hilfeleistungen an und betonte den Stellenwert des Schlauchpools vom alten Bauhof in Mellendorf in den neuen Bauhof vor der Haustür der Wennebosteler. Noch im laufenden Prozess sei die Erarbeitung einer neuen Entschädigungssatzung für die Feuerwehr. Im Dezember auf den Weg gebracht worden sei die Satzung für die Kinderfeuerwehr. Auch in Wennebostel könne jetzt eine solche Nachwuchsgruppe eingerichtet werden. Wichtig für die gesamte Feuerwehr sei auch die Anschaffung eines neuen Rüstwagens für Mellendorf in diesem und im nächsten Jahr. Noch nicht ausdiskutiert seien der Wunsch der Hellendorfer Wehr nach einem MTW für ihre Jugendarbeit und ein neues Fahrzeug für die Tierrettung in Resse.