Breitbandversorgung in der Wedemark

Bürgermeister Helge Zychlinski (rechts) und Lennart Heise von der Region Hannover halten große Stücke auf Glasfaserkabel zur Versorgung der Wedemark mit schnellem Internet. Foto: B. Stache

Region Hannover geht mit schnellem Internet gegen „weiße Flecken“ vor

Mellendorf (st). Gute Nachrichten zum Thema Breitbandausbau – schnelles Internet – kamen zum Wochenende für die Wedemark aus der Landeshauptstadt. Die Region Hannover hat mit Telekommunikationsunternehmen, darunter die Telekom, die notwendigen Verträge geschlossen, um bis Ende 2018 auch vier Ortsteile der Gemeinde Wedemark mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen zu versorgen. Seit Anfang November liegen die entsprechenden Zuwendungsbescheide vom Bund und Land Niedersachsen zur Förderung des Projekts vor. Für die Wedemark hat das Unternehmen Telekom Deutschland den Zuschlag zum Breitbandausbau erhalten. Auf dem Plan stehen 295 Adressen in Gailhof, Meitze (Siedlung Meitzer Busch), Mellendorf (Siedlung Brelinger Straße) und Negenborn (Siedlung Im Walde). In den kommenden Monaten beginnt das Telekommunikationsunternehmen mit den notwendigen Tiefbauarbeiten, verlegt Glasfasertrassen und errichtet Verteilerkästen. Bis Ende 2018 werden damit insgesamt 350 Haushalte und 14 Unternehmen mit bis 100 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu 40 im Upload versorgt sein. In einem Pressegespräch am Freitagmorgen erläuterten Bürgermeister Helge Zychlinski und Lennart Heise von der Region Hannover, Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, die einzelnen Maßnahmen. „Die Versorgung mit schnellem Internet ist Teil von Daseinsvorsorge. Das steht heute auf der gleichen Stufe wie der öffentliche Nahverkehr oder das Gesundheitswesen“, brachte es Helge Zychlinski auf den Punkt. „Wenn der ländliche Raum nicht von der Welt abgehängt werden will, muss hier ganz viel in den nächsten Jahren passieren.“ Das sei der letzte Baustein für schnelles Internet in der Wedemark, erklärte der Bürgermeister. Die Wedemark könne dank schnellem Internet als Wirtschaftsstandort punkten und werde auch als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver. Um noch die letzten vier „weißen Flecken“ in der Wedemark zu entfernen und mit Breitband zu versorgen, wendet die Telekom 460 000 Euro auf, 225 000 Euro bezuschussen Bund, Land und Region. „Wir erreichen 98,5 Prozent aller Adressen in der Wedemark“, kündigte Lennart Heise an – diese hohe Versorgungsrate mit schnellem Internet werde nach Abschluss des aktuellen Breitbandausbaus erzielt. In Gailhof und der Siedlung Meitzer Busch werden Glasfaserkabel bis zu Kabelverteilerkästen geführt. Von dort geht es per Kupferkabel zum Endkunden in die Haushalte. In den beiden anderen Ausbaugebieten kommt die Glasfaser bis an die Grundstücksgrenze. „So schließen wir unsere Gemeinde weiter an die Zukunft an“, freute sich Bürgermeister Helge Zychlinski. Lennart Heise machte keinen Hehl daraus, dass es noch kleinere „weiße Flecken“ in der Wedemark gebe – einzelne Gehöfte, deren Breitband-Anschluss Investitionen erfordern, die sich auch mit Fördergeldern nicht rechneten. Für diese Fälle zählt die Region auf Funktechnologien, die in den kommenden Jahren von den Telekommunikationsunternehmen weiter vorangebracht werden.