Brelinger Riese als Schutzengel bei der Hubertusjagd

Jagdherr Jörgen Hemme bei der kurzen Rast am Brelinger Riesen. Foto: B. Stache
 
Nach dem Signal "Aufbruch zur Jagd" führt Master Camill Freiherr von Dungern (rechts) die Niedersachsen-Meute auf die Strecke, unterstützt von den Pikeuren. Foto: B. Stache

Pferd und Reiterin überstehen spektakulären Sturz unverletzt

Brelingen (st). Der Brelinger Riese, der als sieben Meter hohe Figur aus Weidengeflecht am nördlichen Ortsausgang an der K104 Richtung Elze-Bennemühlen steht, hat sich während der Hubertusjagd des Reit- und Fahrverein Brelinger Berg e.V. am Sonntagnachmittag als Schutzengel erwiesen. Unmittelbar nach dem Sprung über ein Baumhindernis in der Nähe des Riesen „verlor der Hannoveraner Wallach Bajar die Vorderbeine" und stürzte kopfüber mit seiner Reiterin Karin von Dewitz aus Celle. Schon wenig später, nach der geplanten kurzen Rast auf einer Wiese am Brelinger Riesen, bei der ein kleiner Umtrunk gereicht wurde, konnten Reiterin und Pferd die Jagd fortsetzen. Beide blieben bei dem spektakulären Sturz unverletzt - dem Riesen sei Dank. Bei der diesjährigen Hubertusjagd gab es 30 Hindernisse auf der 15 Kilometer langen Strecke. Insgesamt 44 Reiter nahmen in drei Feldern an der Jagd teil: „Aufgeteilt in zwei springende Felder und ein nicht springendes Besucherfeld“, erklärte Peter Moser, 1. Vorsitzender des RFV: „Das ist wieder eine Jagd für alle, an der sogar Familien mit bis zu drei Generationen teilnehmen.“ Das DRK hatte von der Bereitschaft Wedemark die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter Meike Schmökel und Heiko Wölfel mit einem Krankenwagen zur Jagdbegleitung abgestellt. Die Jagdhornbläser des Hegering Wedemark unter Leitung von Klaus Breitkopf begleiteten die Hubertusjagd musikalisch. Nach dem Stelldichein erklang das Signal „Begrüßung“, die Jagdherr Jörgen Hemme aus Sprockhof bei schönstem Herbstwetter vornahm. Master Camill Freiherr von Dungern stellte anschließend seine Pikeure vor und folgte nach dem Signal „Aufruf zur Jagd“ mit der Niedersachsen-Meute der Schleppenlegerin Madeleine Waethjen aus Wolfenbüttel, die von Heinrich Engehausen aus Negenborn und dessen Tochter Carolin begleitet wurde. „Es ging in diesem Jahr rechts herum um den Brelinger Berg. Somit gab es viele Schleppen durch das Waldgebiet“, schilderte Heinrich Engehausen beim Halali in der für die Jagdvesper herbstlich dekorierten Reithalle des RFV. Er sei sehr zufrieden mit der Brelinger Hubertusjagd und habe auch viele zufriedene Reiter gesprochen. „Ganz besonders bedanke ich mich bei den Landeigentümern und Jagdpächtern, die uns diese hervorragende Streckenführung ermöglicht haben“, fügte er an. Für den Jagdherrn Jörgen Hemme waren es optimale jagdreiterliche Bedingungen: „Die Hunde sind ein hohes Tempo gegangen und waren sehr fährtensicher. In der Spitze vermutlich bis zu 60 km/h schnell“, begeisterte er sich. Bei einer Waldjagd gebe es viele fremde Fährten, unter anderem durch Wild und Spaziergänger. Dennoch habe die Foxhound-Hundemeute sehr spursicher gearbeitet, erklärte der Jagdherr und schloss mit dem Fazit: „Es war eine anspruchsvolle Jagd, die von allen gut gemeistert wurde.“ Dieser positiven Einschätzung schloss sich auch Christian Vorwerk aus Westercelle bei seiner Jagdkritik an. Er lobte die positive Resonanz der etwa 400 Zuschauer, die auf 14 Treckergespannen die Hubertusjagd begleiteten. Dies sei etwas ganz Besonderes, auch für die Reiter. Großes Lob erteilte er den Hunden der Niedersachsen-Meute, die in diesem Monat schon zwölf Jagden gegangen sind. "Es war eine wunderschöne Jagd und traumhafte Veranstaltung hier in Brelingen. Ich bedanke mich ganz besonders beim Jagdherrn Jörg Hemme. Vielen Dank an den Veranstalter und alle, die beim Aufbau geholfen haben, vor allem auch diese Halle hier für den Abschluss, die letzte Schleppe, vorzubereiten.“