Brelinger Schüler lieben ihren Garten

Lehrerin Karin Düerkop und Landschaftsarchitekt Joachim von Kortzfleisch nehmen mit den Kindern den Schulgarten in Augenschein. Jede Klasse hat ihr eigenes Beet.

Lehrer und Schüler haben sich ein kleines Paradies geschaffen

Brelingen (awi). Mit einem Schul- und Sportfest haben die Brelinger Grundschüler letzte Woche ihren Schulgarten offiziell eingeweiht. Schon lange hatte der Wunsch bestanden, einen Schulgarten einzurichten. Als der Hort umzog, gab es endlich auch einen Standort dafür. Alle Ideen und Wünsche wurdne zusammengetragen, in der Kinderkonferenz erörtert und schließlich in Zusammenarbeit mit Landschafts- und Gartenarctekt Joachim von Kortzfleisch als fachlichem Berater umgesetzt. Zwei Jahre ist es her, dass Eltern, Kinder, Lehrer und Hausmeister das grüne Klassenzimmer an einem Sonnabend in der heutigen Form angelegt haben. Es enststanden Beete für jede Klasse, ein großes Erdbeerbeet, ein Staudenbeet, ein Lesesteinhaufen, eine Hecke aus Beerensträuchern und Sitzmöglichkeiten. Ideen gibt es noch für eine Kräuterspirale, ein Hochbeert oder ein Feuchtbiotop, aber der Garten(t)raum soll auch nicht zu engmaschig verplant werden. Mit einem Sponsorenlauf im Sommer vor zwei Jahren wurde der Grundstock für die Finanzierung gelegt. Im vergangenen Jahr wurde der alte Wellblechschuppen entsorgt und durch ein neues Holz-Gartenhäuschen ersetzt, die die Lehrerinnen gestrichen haben und der Hausmeister mit einigen Kindern aufgebauthat. Der Garten-AG gehören 15 Kinder an, die einmal in der Woche aktiv werden und deren Teilnehmer alle halbe Jahr neu gewählt werden. Sie übernehmen Pflege und Betreuung des Gartens – bei jedem Wetter. Sie haben Komposterde auf den Beeten und Rindenmulche auf den Wegen zwischen den Gemüsebeeten verteilt. Sie bereiten im Frühjahr die Beete für die Klassen vor, pflegen die Sträucher, harken Laub, säen Sonnenblumen für die Schulanfänger beobachten Regenwürmer und Insekten und retten auch schon mal eine Kastanie. Sie bauen Vogelhäuser und Nistkästen, ernten Äpfel und sortieren sie und sie stellen Blumensträuße zusammen. Und die AG-Kinder sind sehr gern bereit, auch am Nachmittag die Äpfel zum Mosten zu bringen oder mit zum Rindenmulchholen zu fahren. Firma Hanne stellte die Sitzbänke her, Familie Lutz spendete ein Insektenholtel, verschiedene Familien brachten Pflanzen mit, auch die Lehrerinnen und Joachim von Kortzfleisch steuerten tewas bei. Die Kinder haben nicht nur Spaß an den Tätigkeiten, sondern bekommen grundlegende Einblicke in den Kreislauf der Natur, ihre Lebens- und Wachstumsbedingungen und Symbiosen. Sie werden sensibilisiert für Naturphänomene, eigenen sich biologisches Basiswissen an und erleben Entwicklungsprozesse. Und Kinder wie Lehrer freuen sich darauf, bald wieder im grünen Klassenzimmer Unterricht abhalten zu können.