Brelinger Urnenhain eingeweiht

Friedrich Bernstorf (von links) mit Sohn Paul, Gero Wiechert, Pastorin Debora Becker und Superintendent Holger Grünjes freuen sich über das große Interesse an der Einweihung des Urnenhains auf dem Brelinger Friedhofsgelände. Foto: B. Stache

Pastorin und Superintendent loben Engagement von Friedrich und Paul Bernstorf

Brelingen (st) Viel Lob und Anerkennung erfuhren am Sonntagvormittag beim Gottesdienst anlässlich der Einweihung des Urnenhains auf dem Brelinger Friedhof Friedrich Bernstorf und sein Sohn Paul. Die beiden waren maßgeblich an der Idee und Verwirklichung der neuen Bestattungsfläche unter Bäumen beteiligt, stellte Pastorin Debora Becker während ihrer Predigt fest. Auch von Holger Grünjes, Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen, gab es anerkennende Worte: „Sie tragen mit diesem Urnenhain einer Entwicklung Rechnung, die sich lange schon anbahnt – inzwischen geht der Weg dahin, dass Menschen immer mehr mitbestimmen wollen, wohin auch ihr letzter Weg führen soll“, erklärte Holger Grünjes. Er lobte ganz besonders die Beharrlichkeit von Friedrich Bernstorf, aber auch das Engagement aller an dem Projekt Urnenhain Beteiligter, wie Paul Bernstorf und Baustofflieferant Gert Butenhoff aus Hellendorf, der alle Findlinge zur Verfügung gestellt hat sowie das Mineralgemisch für den Rundweg durch den Urnenhain. In ihrer Predigt fand Pastorin Debora Becker Antworten auf die Frage, was Menschen so fasziniert an dem Gedanken, unter einem Baum die letzte Ruhe zu finden. „Ein alter Baum ist ein Stück Leben. Er beruhigt. Er erinnert. Er setzt das sinnlos heraufgeschraubte Tempo herab“, zitierte sie Kurt Tucholsky. „Wenn ich in unserem Urnenhain stehe und durch die Bäume schaue, bekomme ich eine Ahnung davon, was er meint. Da ist keine Hektik, sondern Ruhe und ein bisschen Erhabenheit“, beschrieb Debora Becker ihre Eindrücke. Sie stellte die Bedeutung des Baums für die Christen in den Mittelpunkt ihrer Ansprache – vom Garten Eden bis zum „neuen Lebensbaum“ Jesus Christus. „Vielleicht ist es die Sehnsucht nach dem Paradies und dem Baum des Lebens, die einen Ort wie diesen so anziehend macht“, formulierte die Pastorin. Friedrich Bernstorf ließ bei seinen Dankesworten nicht unerwähnt, dass die Bezeichnung Urnenhain für die neu angelegte Bestattungsfläche von Gero Wiechert, Vorsitzender des Brelinger Friedhofsausschusses, stammt. Nach dem Gottesdienst sahen sich die Besucher auf dem Urnenhain um und erhielten so manche Information von Friedrich Bernstorf. Ihm war wichtig noch einmal zu betonen, dass der Einzugsbereich des Brelinger Friedhofs begrenzt ist und sich für alle Bestattungsarten auf die Kirchengemeinde Brelingen mit den Dörfern Negenborn und Oegenbostel beschränkt. „Im Urnenhain können sich auch Einwohner aus Mellendorf und Hellendorf bestatten lassen“, fügte er hinzu. Es gebe derzeit eine große Nachfrage nach Bestattungsplätzen im Urnenhain, so Friedrich Bernstorf. Am Sonntag wurde auch das neue Toilettenhäuschen im Bereich der Brelinger Friedhofskapelle seiner Bestimmung übergeben.