Brillenwelt erster Gewerbe-Kunde

Die Umweltbeauftragte der Gemeinde Ursula Schwertmann (l.) und Geschäftsführer Joachim Rose (r.) begrüßten Holger Hilbig und sein Geschäft Brillenwelt als ersten Ökostrom-Gewerbekunden der Gemeindewerke. Foto: A. Wiese

Kreis der Bezieher von Ökostrom bei Gemeindewerken wächst ständig

Wedemark (awi). Seit Januar bieten die Gemeindewerke Wedemark Ökostrom an und der Kundekreis wächst ständig. Am Montag begrüßten Umweltdezernentin Ursula Schwertmann und Geschäftsführer Joachim Rose mit Holger Hilbig von der Brillenwelt den ersten Gewerbekunden für Ökostrom und überreichten ihm ein blumiges Präsentkörbchen, in dem unter anderem auch eine Dreifachsteckdose enthalten war. Aus Überzeugung habe er sich bereits vor Jahren für Ökostrom entschieden und sei anlässlich einer Preiserhöhung seines bisherigen Anbieters jetzt zu den
Gemeindewerken gewechselt. „Preislich können die Gemeindewerke durchaus mithalten und ich habe doch viel mehr davon, wenn das Geld in meiner Gemeinde bleibt“, begründete Holger Hilbig seine Entscheidung. Er zeigte sich vielmehr verwundert, „dass nicht viel mehr örtliche Gewerbebetriebe diese Chance nutzen, etwas für die Umwelt und ihre Gemeinde zu tun“. Natürlich fließt auch aus der Steckdose der Brillenwelt jetzt nicht der original von Offshore-Windparks produzierte Strom, aber Gemeindewerke-Geschäftsführer Joachim Rose machte in einem Bild deutlich, wie man sich die Sache vorstellen muss: „Der ganze Stromkreislauf ist ein riesiger See, die Steckdosen sind Ausgänge, die verschiedenen Stromproduzenten wie Atomkraft, Kohlekraftwerke, Wind- und Wasserkraft sowie Sonnenkollektoren sind die Zuflüsse für diesen See. Und je mehr umweltfreundlich produzierter Strom in diesem See enthalten ist, desto mehr kommt davon auch prozentual aus meiner eigenen Steckdose.” Rund 10.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauche sein Geschäft, so Holger Hilbig. Der Preis für den Ökostrom ist für Gewerbe- und Privatkunden gleich. Der Wechsel von einem anderen Anbieter zu den Gemeindewerken sei übrigens gar kein Problem, fügte Joachim Rose hinzu. Die Gemeindewerke übernehmen für den Kunden sämtliche Formalien und Verhandlungen mit dem bisherigen Anbieter. Die Gemeindewerke beziehen ihren Ökostrom ausschließlich von der NaturWatt GmbH. Er stammt zu 100 Prozent aus belegten Quellen in Norddeutschland, der Schweiz und Norwegen. Jeder Kunde trage zu einem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien bei, betonten Rose und Schwertmann. Die Mitarbeiter der Gemeindewerke beantworten gerne alle Fragen zu diesem Thema, zu den Preisen und den Wechselformalitäten.