Bürgermeister will Klarheit und hakt nach

Auf seiner Rundreise durch die Kindergärten in der Wedemark besuchte Bürgermeister Helge Zychlinski am Donnerstag den evangelischen Kindergarten am Annemarien-Nutzhorn-Weg, ließ sich von Pastor Thomas Hirschberg und Kindergarten-Leiterin Heike Eggers herumführen und unterhielt sich auch mit den Kindern. Foto: A. Wiese

Muss eine Kindergartengruppe geschlossen werden, wenn eine Kraft ausfällt?

Bissendorf (awi). Bei seiner Rundreise durch die Kindergärten in der Wedemark machte Bürgermeister Helge Zychlinski am Donnerstag Station im evangelischen Kindergarten. Dabei stattete er beiden Standorten einen Besuch ab, sowohl am älteren Standort Kranichweg als auch am 15 Jahre alten Standort am Annemarie-Nutzhorn-Weg. Pastor Thomas Hirschberg und KiTa-Leiterin Heike Eggers zeigten dem Bürgermeister das Gebäude inklusive Küche und Nebenräume und erörterten dann ein Thema, das beiden Seiten momentan Unwohlsein bereitet: Es gibt ein Schreiben vom Land, das besagt, dass bei Krankheit oder Ausfall einer Betreuungsperson einer Kita-Gruppe aus anderen Gründen, wenn keine Vertretungskraft beziehungsweise ein Springer gestellt werden kann, die Gruppe kurzfristig geschlossen werden muss. Normalerweise sind zwei Erzieherinnen für eine KiTa-Gruppe zuständig. Da die Kindergärten, egal ob gemeindlich oder von freien Trägern, ohnehin schon Springer vorhalten, tritt der Fall höchst selten ein, dass bei Ausfall keine Vertretung organisiert werden kann. Wenn dies doch einmal der Fall war, habe man halt ein Auge zugedrückt und kurzfristig die Gruppe mit einer Kraft laufen lassen, zumal in der Einrichtung ja noch andere Kräfte und die Leitung anwesend sind. Entlastung könnten die Sozialassistentinnen bringen, die demnächst die beiden Betreuerinnen in den Gruppen ergänzen sollen. „Doch auch Sozialassistentinnen dürfen nicht allein mit den Kindern sein“, betont Heike Eggers, so dass es auch in dem Fall problematisch wird, sobald eine Erzieherin ungeplant ausfällt und nicht sofort vertreten werden kann. „Wir müssten also insgesamt noch wesentlich mehr Springerkräfte einstellen und dann würden uns die Personalkosten aus dem Rahmen laufen“, befürchtet der Bürgermeister. Von den beiden Standorten des evangelischen Kindergartens in Bissendorf nahm er insgesamt einen sehr positiven Eindruck mit.