Bundespolitiker informiert sich

Dienststellenleiter Klaus Waschkewitz (von links) freut sich über den Besuch des Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt im Polizeikommissariat in Mellendorf, an dem auch KED-Leiter Kai Bebensee und ESD-Leiter Peter Wengler als Gesprächspartner teilnehmen. Foto: B. Stache

MdB Hendrik Hoppenstedt besucht das Polizeikommissariat Mellendorf

Mellendorf (st). Der Bundestagsabgeordnete (MdB) Hendrik Hoppenstedt stattete am Mittwochnachmittag dem Polizeikommissariat in Mellendorf einen Informationsbesuch ab. Er führte dort ausführliche Gespräche mit Dienststellenleiter Klaus Waschkewitz, KED-Leiter (Kriminal- und Ermittlungsdienst) Kai Bebensee und ESD-Leiter (Einsatz- und Streifendienst) Peter Wengler. Gesprächsthemen waren unter anderem die Struktur des Mellendorfer Polizeikommissariats, deren Ausstattung, Nachwuchsgewinnung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Karrieremöglichkeiten. Der Abgeordnete erfuhr vom Dienststellenleiter, dass die Zusammenarbeit mit der Kommune auf allen Ebenen „bis hin zu Bürgermeister Helge Zychlinski hervorragend ist“. „In Sachen Prävention pflegen wir viele gemeinsame Projekte“, formulierte Klaus Waschkewitz und nannte als Beispiel das Thema Wohnungseinbruch. „Das ist ein Thema, das uns auch in Berlin beschäftigt“, erklärte Hendrik Hoppenstedt, der sich für die Ermittlungsansätze der Mellendorfer Polizei interessierte. Der Abgeordnete brachte das Thema KfW-Förderung bei Sicherungsmaßnahmen in privaten Haushalten in die Gesprächsrunde sowie die Frage nach Verschärfung des Strafmaßes bei Wohnungseinbrüchen. Diese möchte er zukünftig als Delikt „Verbrechen“ eingestuft sehen. Kai Bebensee gab vor, dass dies aus seiner Sicht sowohl ein Signal an die Bürger sei, der Staat kümmere sich, als auch an potentielle Täter, denen eine höhere Strafe drohe. Der KED-Leiter erinnerte daran, dass ein Wohnungseinbruch neben dem materiellen Schaden für die Bewohner häufig auch eine psychische Belastung darstellt. Bürger sollten Beobachtungen, die sie für verdächtig halten, umgehend der Polizei melden – und dazu die 110 wählen, lautete der Appell von Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz. Erörtert wurde auch das Thema Flüchtlinge in der Wedemark. Gerüchten, wonach mit den zirka 900 in Sammelunterkünften (Mellendorf und Bissendorf) untergebrachten Flüchtlingen die Zahl der Straftaten deutlich ansteige, trat Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz mit Fakten entgegen. Es seien nur wenige Delikte aus dieser Gruppe festgestellt worden, berichtete er. „Es gab keine Auffälligkeiten“, bestätigte Kai Bebensee – auch nicht mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Gailhof. „Der Besuch war für mich hoch informativ“, lautete das Fazit von Hendrik Hoppenstedt. Die Gespräche seien für ihn als Bundestagsabgeordneten als Rückkopplung von Praktikern wichtig. „Das, was wir bei bestimmten Berliner Vorhaben im gesetzgeberischen Bereich wie beispielsweise Verschärfung der Rechtssprechung bei Wohnungseinbrüchen relativ theoretisch diskutieren, bekomme ich bei diesen Besuchen von Praktikern rückgekoppelt.“ Diese Kenntnisse könnten dann gut in die Gesetzgebungsverfahren mit einfließen.