Buntes Programm und abends Kabarett beim Frauentag

Der Frauenchor More Music eröffnete die Veranstaltung zum Frauentag musikalisch, die Gleichstellungsbeauftragte Regina Niehoff (2. v. r.) wurde für ihre besonders geehrt. Foto: L. Irrgang
 
Gisela Elisabeth Marx gab bei der Abendveranstaltung des Frauentages eine kabarettistische Zeitreise durch die Frauenbewegung. Foto: L. Irrgang

Würdigung für die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten Regina Niehoff

Bissendorf (ig). Viel Betrieb herrschte im Foyer des Bürgerhauses bei der Aktion der Gemeinde anlässlich des internationalen Frauentages. Nachmittags zeigte sich hier die breite Vielfalt an Vereinen und Organisationen, die sich durch Stände im Bürgerhaus präsentierten. „Alle diese Gruppen haben sich vernetzt und unterstützen sich gegenseitig“, so Bürgermeister Tjark Bartels in seinen Grußworten zu Beginn der Veranstaltung. „Es wird in der Wedemark gerade in diesem Bereich sehr viel auf die Beine gestellt und neue Projekte folgen stets“, oder würden wie zuletzt das soziale Kaufhaus überarbeitet. „Nach dem Umzug wird dieses beispielsweise ganz anders wahrgenommen.“ Viele dieser Projekte und Vereine seien untrennbar mit der Gleichstellungsbeauftragten Regina Niehoff verbunden, betonte Bartels, seit 15 Jahren führe sie das Amt der Gleichstellungsbeauftragten aus. Bartels sprach Niehoff für ihre Arbeit ein großes Lob aus, „Sie haben eine Menge aufgebaut, viel Vernetzung in die Gruppen gebracht und diese begeleitet, ihre Arbeit in dieser Zeit war eine ganz tolle, dafür meinen Dank.“ Diesen Dank weitete Bartels auch auf „alle, die sich an den vielen Stellen ehrenamtlich engagieren“ aus. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks gratulierte Niehoff „zu 15 Jahren engagiertester Arbeit.“ An die vielen aktiven Frauen, die mit ihrer Arbeit viel in die Gesellschaft einbringen würden, appellierte Marks: „Reden Sie selbstbewusst über das, was sie machen, seien sie stolz auf ihre Arbeit und zeigen sie das.“ In den letzten 15 Jahren habe sich sehr viel auf dem Gebiet der Gleichstellung getan, und dies ist auch ein Ausdruck der Anerkennung der Arbeit auf diesem Gebiet. „Frauen haben sich immer Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, hart erkämpfen müssen.“ Marks nannte hier als Beispiel das Frauenwahlrecht, „das war lange Zeit nicht selbstverständlich, im letzten Jahr wurde das Frauenwahlrecht erst 90 Jahre alt.“ Man habe mittlerweile viel erreicht, „aber noch nicht alles, was uns zusteht.“ Marks verwies hierbei auf die bestehende unterschiedliche Vergütung einer beruflichen Tätigkeit zwischen Mann und Frau. „Diese Lohnlücke bei gleichartiger Tätigkeit ist skandalös.“
Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde machte in ihren Ausführungen ihren eigenen Antrieb deutlich. „Ich wollte rüberbringen, einfach da zu sein; vor Ort zu sein als Ansprechpartnerin.“ Offenes Ohr zu sein und zu helfen, seien der Grundantrieb gewesen, „wenn es viele Frauen betrifft, kann man Vereine gründen“, so Niehoff. Man müsse sie nur ansprechen, „dann bin ich auch für diejenigen da.“ Der Frauentag diene jedoch auch dazu, „dass sich alle Frauen selbst feiern.“ Dies wurde im Bürgerhaus ausgiebig getan; musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung zum Frauentag vom Bissendorfer Frauenchor More Music und dem Saxophon-unlimited Ensemble aus Hannover. Einen besonderen Abschluss für die Veranstaltung stellte die Abendveranstaltung im Bürgersaal dar. Hier traten die Kabarettisten Gisela Elisabeth Marx und Dorrit Bauerecker mit ihrer „Jahrhundertrevue“ auf, den zahlreichen Besuchern wurde eine satirische, bissige aber auch sehr witzige Zeitreise durch die Entwicklung der Frauenbewegung von Begin des 20. Jahrhunderts bis heute gegeben.





Bildunterschriften:
Bild 1 und 2:
Der Frauenchor More Music eröffnete die Veranstaltung zum Frauentag musikalisch, die Gleichstellungsbeauftragte Regina Niehoff (2. v. r.) wurde für ihre besonders geehrt. Foto: L. Irrgang

Bild 3 und 4:
Die Veranstaltung zum Frauentag im Bürgerhaus wurde musikalisch vom Saxophon-unlimited-Ensemble eröffnet. Foto: L. Irrgang


Bild 6:
Abends bildete die Kabarettveranstaltung „Jahrhundertrevue“ von Dorrit Bauerecker (links) und Gisela Elisabeth Marx einen tollen Abschluss der Veranstaltung zum Frauentag im Bürgerhaus. Foto: L. Irrgang

Bild 7 und 8:
Gisela Elisabeth Marx gab bei der Abendveranstaltung des Frauentages eine kabarettistische Zeitreise durch die Frauenbewegung. Foto: L. Irrgang