Caren Marks: Besserer Schutz vor sexuellem Missbrauch nötig

Forderungen an den Runden Tisch der Bundesregierung beschlossen

Wedemark. „Die SPD-Bundestagsfraktion sieht angesichts der zahlreichen Fälle von sexueller Gewalt in Schulen, Internaten und anderen Einrichtungen dringenden weiteren Handlungsbedarf, um Kinder und Jugendlicher besser zu schützen“, so die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks. Die Bundestagsabgeordnete betonte, der von der Bundesregierung einberufene Runde Tisch zum Thema „Sexueller Missbrauch“ dürfe keine Alibiveranstaltung sein. Es müsse darum gehen, das Geschehene umfassend aufzuarbeiten, Prävention zu stärken und rechtspolitische Konsequenzen zu ziehen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat aktuell ein Positionspapier beschlossen, in dem sie ihre Erwartungen an die Ergebnisse des Runden Tisches zusammenfasst. Unter dem Titel „Hinsehen, handeln, helfen“ werden konkrete Maßnahmen gefordert, um Kinder und Jugendliche wirksamer gegen sexuelle Gewalt in Institutionen zu schützen und Betroffene besser zu unterstützen. Die Arbeit des Runden Tisches werde nur erfolgreich sein können, wenn vor allem die Opfer sexueller Gewalt am Runden Tisch umfassend Gehör finden, so die Abgeordnete. „Deshalb hat die SPD-Bundestagsfraktion ihre Forderungen im Austausch mit Vertretern von Betroffenenverbänden und Opferberatungsstellen entwickelt, die am Runden Tisch der Bundesregierung keinen Platz gefunden haben.“ In dem Forderungspapier wird unter anderem gefordert, dass die zivil- und strafrechtlichen Verjährungsfristen verlängert werden müssen, damit Opfer auch nach längerer Zeit zu ihrem Recht kommen können. Außerdem wird gefordert, dass Beratungsstellen und Hilfsangebote flächendeckend ausgebaut, finanziell abgesichert und besser bekannt gemacht werden müssen. Alle Hilfesuchenden müssen auch wirklich Zugang zu diesen Angeboten haben. Eine weitere wichtige Forderung ist, dass die Aus- und Weiterbildungsinhalte von Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, systematisch überprüft werden müssen, um das Thema sexuelle Gewalt umfassend zu berücksichtigen.