Caren Marks brachte Pixi-Bücher mit

„Darf ich auch mal was auf deine Flasche kleben?“ Die parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks traf bei ihrem Ortstermin in der Sennheiser-Krippe den richtigen Ton mit den Kleinen. Foto: A. Wiese

Parlamentarische Staatssekretärin besuchte Sennheiser-Betriebs-Kita

Wennebostel (awi). Mit einem ganzen Schwung voller Pixi-Bücher kam die Parlamentarische Staatssekretärin im Familienministerium, Caren Marks, zu ihrem Besichtigungstermin im Betriebskindergarten der Firma Sennheiser. Thema der Pixi-Bücher: Kinderrechte. Die Kinder könnten nicht früh genug über ihre Rechte aufgeklärt werden, fand die Staatssekretärin und Bundestagsabgeordnete. Mitbestimmung werde in der Kita groß geschrieben, betonte Einrichtungsleiterin Ilka Haßkerl und freute sich über das Geschenk. Es war der erste offizielle Besuch von Caren Marks im Auftrag des Ministeriums ind er im August 2014 eröffneten Betriebs-Kita. Zunächst hatte die Stöpselgruppe in der Kita Ohrwürmchen Einzug gehalten, im Mai 2015 dann auch die Mikrogruppe. 26 Krippenkinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren werden dort zurzeit betreut. Fünf von ihnen kommen aus der Gemeinde, ihre Eltern arbeiten nicht bei Sennheiser. Maximal 30 Kinder könnten in der zweigruppigen Krippe aufgenommen werden. Träger der Einrichtung ist Impuls – bundesweit Träger von insgesamt 35 Einrichtungen. Noch sei eine Erweiterung zum Kindergarten, so dass auch die Dreijährigen bleiben könnten, kein Thema, aber die Option sei da, erklärte Kirstin Vollmer, Projektbetreuerin bei Sennheiser.
Nach der Besichtigung war Marks mit ihren Begleitern voll des Lobes für die helle, freundliche, geräumige und modern ausgestattete Kita und stellte sich den Fragen von Mitarbeitern und Träger. Als Parlamentarische Staatssekretärin sei sie das Bindeglied zwischen Parlament und Bundesregierung. Das Bundesfamilienministerium fördere mit einem Programm ausdrücklich Betriebs-Kitas, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie voranzubringen. Für Betriebe sei es entscheidend, nicht nur Fachkräfte auszubilden und zu gewinnen, sondern sie auch im Betrieb zu halten und somit ein möglichst kurzes Ausscheiden für ein Kind zu ermöglichen. Betriebs-Kitas hätten nicht nur angepasste Öffnungszeiten, sondern sorgten auch für eine hohe zusätzliche Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen. Dabei seien in der Kita durchaus nicht nur Kindern von Mitarbeiterinnen, sondern auch von Mitarbeitern untergebracht und gerade bei Sennheiser nähmen auch viele Väter Elternzeit, erfuhr Caren Marks. In der Sennheiser-Kita werden die Kinder von 8 bis 16 Uhr betreut. Ein frührer Beginn ist möglich, wenn mehrere Kinder zusammenkommen. Marks freute sich, dass der Trend zur „Mehrkindfamilie“ auch durch solche Maßnahmen wie Betriebskindergärten wieder zunehme. Interessant fand sie auch die Information, dass es häufig auch die Väter seien, die die Eingewöhnungszeit in die Krippe mit den Kindern absolvierten. Schließlich habe eine Umfrage ergeben, dass 70 Prozent der Eltern sich eine partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuung wünschten, es jedoch nur bei 14 Prozent tatsächlich funktioniere.