CDU: „Der Elternwille ist entscheidend“

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Jörg Hillmer (l.), freute sich über den Adventskalender, den ihm CDU-Bürgermeis-terkanddiat Dirk Hallmann und die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Editha Lorberg überreichten. Foto: A. Wiese

Eltern machen bei CDU-Themenabend Diskussion um Hort Bissendorf öffentlich

Wennebostel (awi). Spannender CDU-Themenabend zu den Themen Betreuung und Bildung am Mittwochabend im Gasthaus Bludau in Wennebostel: Hier ging es nicht nur um Themen wie Inklusion oder Gesamtschulen, sondern Bissendorfer Eltern machten ein Thema öffentlich, das seit einigen Wochen hinter verschlossenen Türen diskutiert wurde und offenbar zu Irritationen geführt hatte – der Bissendorfer Hort platzt aus allen Nähten und kann nicht mehr erweitert werden. Die Verwaltung erwägt, ihn durch eine offene Ganztagsschule abzulösen und ist damit auf Skepsis gestoßen. Die Eltern ließen am Mittwochabend ihre Befürchtungen laut werden, das geschätzte Hortangebot in Bissendorf müsse möglicherweise einer qualitativ schlechteren Lösung weichen und zwar schon zum August nächsten Jahres. Sie fragten nach: Warum ist das politischer Wille? CDU-Vertreter erklärten deutlich, dass das Thema in den politischen Gremien bisher noch nicht behandelt worden sei und daher von politischem Willen keine Rede sein könne. Sie sagten zu, sich in der Sache zu informieren und die Eltern dabei zu unterstützen, dass ihr Wille nicht übergangen werde. Bereits am nächsten Tag beraumte die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf dann eine Pressekonferenz in der Bissendorfer Grundschule an und informierte zu der Thematik.
CDU-Bürgermeisterkandidat Dirk Hallmann hatte sich zuvor verwundert darüber geäußert, dass er bei seinen Informationsgesprächen in der Wedemark immer häufiger auf „Diktion statt Kommunikation“ stoße. So auch bei seinen informativen Gesprächen in mehreren weiterführenden Schulen am Mittwochvormittag. Die Grundschulen hätten einen Besucher des CDU-Kandidaten rundheraus abgelehnt, diese Haltung aber auch für andere Parteien während des Wahlkampfes angekündigt. Die weiterführenden Schulen hätten sich sehr bedeckt gehalten. Mit der IGS hatte Hallmann noch keinen Termin vereinbaren können, möchte dies aber auf jeden Fall noch nachholen, um sich auch über diese Schule umfassend informieren zu können. Er habe bisher den Eindruck gewonnen, dass die IGS in der Wedemark sehr dominant sei. „Selbstverständlich will die CDU die IGS nicht abschaffen, sie ist hier nachgefragt und etabliert, aber die anderen Schulen wie Realschule, Hauptschule oder Förderschule dürfen nicht hinten runterfallen“, so CDU-Bürgermeisterkandidat Dirk Hallmann. „Mir gefällt nicht, dass einige Schulen an Wertschätzung verlieren und beispielsweise Unterrichtsräume verschoben werden“, machte er deutlich. Er stelle immer häufiger Defizite in der Kommunikation vor Ort fest. „Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und würde viele Dinge anders angehen“, stellte er fest. Das Thema Inklusion, zu dem sich auch Referent Dirk Hillmer von der CDU-Landtagsfraktion ausführlich ausließ, setzte er ebenfalls mit hohem Stellenwert an: „Wir müssen aufpassen, dass wir die Brücke nicht schon einreißen, bevor wir auf der anderen Seite angekommemn sind!“ Die Gesellschaft dürfe keinen Schüler vergessen. Referent Jörg Hillmer kennt den Wedemärker CDU-Bürgermeisterkandidaten Dirk Hallmann aus seiner Zeit als Sprecher des Innenministeriums im Landtag unter dem damaligen Innenminister Uwe Schünemann. „Wenn Sie jemanden suchen, der Ihre Probleme löst, sind Sie mit Dirk Hallmann sehr gut bedient“, betonte er. Der wiederum gab am Ende der zweistündigen Diskussion zu bedenken: „Am Ende der Kette stehen die Kinder, das dürfen wir niemals vergessen!“