CDU-Ratsfraktion auf Sommertour

Jessica Borgas (von rechts), Konstanze Giesecke, Karen Drews, Wolfgang Kasten, Alexander Stelzig, Antje Kaufmann, Gerhard Menke, Susanne Schönemeier, Daniel Diedrich, Anne-Kathrin Kracke und Hans-Henning Burtz bei ihrem Rundgang durch das Mehrgenerationenhaus. Foto: B. Stache

Neues Mehrgenerationenhaus in Mellendorf in Augenschein genommen

Mellendorf (st). Mitglieder der CDU-Ratsfraktion haben sich am Mittwochabend im Rahmen ihrer Sommertour im Gebäude der Mellendorfer Berthold-Otto-Schule (Förderschule) über den Sachstand „Mehrgenerationenhaus (MGH) Gilborn“ informiert. Zur Vorgeschichte: Die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier hatte im Februar 2017 die Projektgruppe „Mehrgenerationenhaus“ mit dem Auftrag betraut, eine Projektskizze für die Umnutzung der Berthold-Otto-Schule in ein Mehrgenerationenhaus zu erstellen. Dabei sollte bei der Projektierung berücksichtigt werden, dass eine Doppelnutzung der Förderschule, die 2020 ausläuft, und der Freiwilligenagentur bis 2020 vorausgesetzt wird. Die neunköpfige MGH-Projektgruppe setzte sich aus hauptamtlichen Mitarbeitern aller Vorstandsbereiche der Gemeinde Wedemark, sowie aus den Lotsen der Freiwilligenagentur zusammen. Der Rat der Gemeinde Wedemark hatte in seiner Sitzung vom 12. Juni auf der Basis des von der Projektgruppe vorgelegten Konzepts die Umnutzung der Berthold-Otto-Schule in ein Mehrgenerationenhaus für die Jahre 2017 bis 2020 beschlossen. „Mit dem Mehrgenerationenhaus soll in der Wedemark eine Einrichtung etabliert werden, die als zentrale Anlaufstelle Beratung und Information, Bildung und Teilhabe für alle Generationen anbietet. Das MGH soll zu einer zentralen Angebots- und Dienstleistungsdrehscheibe entwickelt werden“, hieß es in der Beschlussvorlage. Die weitere Fortschreibung des Projekts MGH wurde ebenfalls in der Ratssitzung vereinbart. Bei ihrem Informationsbesuch wurde die CDU-Gruppe von der Ersten Gemeinderätin Susanne Schönemeier sowie Daniel Diedrich und Anne-Kathrin Kracke (beide Freiwilligenagentur) durch das Gebäude geführt. „Wir freuen uns über Ihr Interesse“, begrüßte Susanne Schönemeier die Gäste. Der Rundgang startete im Eingangsbereich der Schule. Dort hat die Freiwilligenagentur bereits ihr Büro eingerichtet. Nebenan gibt es das Lotsen- und Beratungsbüro für die ehrenamtlich tätigen Engagement-, Integrations-, Jugend- und Formularlotsen. „Die Lebensberatung und der Senioren- und Behindertenbeirat wird Sprechstunden mit anbieten“, erklärte Daniel Diedrich als Leiter der Freiwilligenagentur. „Es ist noch nicht ganz fertig eingerichtet, wir sind ja jetzt gerade eine Woche fest hier.“ Zwei große Schilder vor und am Schulgebäude weisen auf die neue Einrichtung des Mehrgenerationenhauses der Wedemark hin. Ein größerer Raum dient als „Offener Treff“, den es noch auszugestalten gilt. Eine erste Spielesammlung gibt es bereits. „Wir planen, mit der Mensa hier zusammen einmal in der Woche einen Mittagstisch anzubieten. Wir versuchen Präventionsangebote zu installieren“, kündigte Daniel Diedrich an. So sei auch an das Angebot „Vorlesen aus der Tageszeitung“ für Menschen, die nicht mehr lesen können, gedacht. „Wir wollen mit der Kinder- und Jugendkunstschule zusammen nach den Sommerferien seniorengerechte Außenmöbel aus Paletten herstellen“, berichtete der Leiter der Freiwilligenagentur. Der Arbeitskreis Inklusion habe sein Interesse bekundet, die Räumlichkeiten des MGH für Tagungen zu nutzen. Musikveranstaltungen und Open-Air-Kino sind weitere Themen, mit denen sich die MGH-Verantwortlichen aktuell beschäftigen. Daniel Diedrich kann sich eine Zusammenarbeit mit der Schülerfirma „Bossis Schlemmerecke“ der Berthold-Otto-Schule vorstellen – beim Catering für Veranstaltungen im MGH. Mit dem Ende der Berthold-Otto-Schule im Jahr 2020 könnten Mensa und Küche als inklusiver Betrieb auch für die Ausbildung von Menschen mit Behinderungen dienen. „Wir haben am 1. August alle Nutzer des Hauses zu unserem Einstand eingeladen. Es ist ganz wichtig für uns, dass wir alle zusammenarbeiten und uns austauschen“, kündigte Daniel Diedrich an. Die Kita Wederacker des Vereins der Kinderfreunde in Mellendorf nutzt ebenfalls das Gebäude am Gilborn. Die CDU-Besuchergruppe interessierte sich auch für die Parkplatzsituation im Bereich des MGH. Dies sei ein großes Thema bei der jüngsten Anliegerversammlung gewesen, die von Bürgermeisterin Jessica Borgas geleitet wurde. Das CDU-Mitglied nahm am Sommertour-Termin teil. An dem Thema „Parksituation Gilborn“ werde gearbeitet, versicherte die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier. Wolfgang Kasten verwies in diesem Zusammenhang auf die besonderen Belange der Feuerwehr als direktem Nachbarn am Gilborn. Der Bund beteiligt sich von 2017 bis 2020 an der Förderung des MGH-Projekts in Mellendorf mit jährlich 30 000 Euro. „Wir sehen die Entwicklung des Mehrgenerationenhauses, das bereits genutzt wird, als durchaus positiv“, lautete das Fazit von Jessica Borgas. Wichtig sei es, auf dem weiteren Weg bis 2020 immer auch die Schule einzubinden. Die Zusammenarbeit zwischen der Freiwilligenagentur und dem Schulleiter funktioniere offensichtlich, hieß es. Der CDU-Fraktion stelle sich jedoch die Straße Gilborn mit der dortigen Parkplatzsituation als Problem dar, erklärte Jessica Borgas. „Da müssen wir eng am Thema bleiben und die Anwohner des Gilborn auch mitnehmen.“