CDU-Regionsfraktion in der Kornbrennerei

Stießen mit Brelinger Korn in der Kornbrennerei Martens an: (v. l.) Konrad Haarstrich aus Sehnde, Werner Rump aus Helstorf, Rudi Ringe aus Mellendorf, Eberhard Wicke aus Garbsen, Sven Sobanski aus Bennemühlen, Editha Lorberg aus Gailhof und Angelika Rohde aus Laatzen. Fotos: A. Wiese

Eine Brennerei für Kartoffelschnaps gab es auf dem Brelinger Hof Martens bereits 1732

Brelingen (awi). Die Mitglieder der CDU-Regionsfraktion wissen jetzt, woher der Begriff „arbeiten wie ein Kesselflicker“ kommt. Dass die Kesselflicker nämlich einen echt harten und anstrengenden Job hatten, kann Landwirt Dirk Martens von der Kornbrennerei in Brelingen aus eigener Anschauung berichten. Mit dieser und anderen Anekdoten sowie his-torischen Details der bereits im Jahre 1732 auf dem Hof der Brelinger Familie Martens ansässigen Brennerei unterhielt Dirk Martens am Mittwochnachmittag die Mitglieder der CDU-Regionsfraktion. Die waren im Rahmen ihrer Sommertour zunächst im Moorinformationszentrum in Resse gewesen und hatten sich dann auf dem Weg nach Brelingen gemacht. Hier zeigte ihnen Martens den Schornstein, der mit Mitteln der Sparkassenstiftung saniert wurde und heute die Grundlage für das Zuhause der Storchenfamilie bietet und führte die Politiker durch die alte Brennerei, in der aus den auf eigenen Äckern geernteten Kartoffeln und Getreide Schnaps hergestellt wurde. Zur Blütezeit des Brennereibetriebes arbeiteten während der Ernte bis zu 16 Helfer in Wechselschichten eine ganze Woche lang an der Herstellung des hochprozentigen Rohalkohols, der anschließend im Keller des benachbarten Lagergebäudes mit Hilfe von Brelinger Brunnenwasser zum überregional bekannten „Brelinger Korn“ weiterverarbeitet wurde. Ende der 70er Jahre hätte der über 60 Jahre alte Maschinenpark grundlegend erneuert werden müssen, was aus wirtschaftlicher Sicht aber nicht mehr zu vertreten gewesen sei, erläuterte Martens. Die Brennrechte hat er verpachtet, sie laufen allerdings
nächser zur Herstellung des Brelinger Korn benötigte Rohalkohol zugekauft und dann nach altem Rezept weiterverarbeitet. Wie
lecker dieser Brelinger Korn schmeckt – davon überzeugten sich die CDU-Regionsfraktionsmitglieder mit ihrem Vorsitzenden Eberhard Wicke und den zu ihnen gestoßenen Wedemärker Parteifreunden Editha Lorberg und Rudi Ringe bei einem Probeschluck.