CDU sagt Ehrenamtlichen „Danke“

Die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Editha Lorberg freute sich über die gute Resonanz auf die Einladung an Ehrenamtliche aus der Wedemark zum CDU-Neujahrsempfang. Festredner Jürgen Gansäuer freute sich seiner-seits, seinen alten Parteifreund und Landtagskollegen Jochen Haselbacher wiederzutreffen. Foto: A. Wiese

Fraktionschef Sobanski: „Wer sich nicht ehrenamtlich engagiert, ist ein Idiot“

Wennebostel (awi). Schimpfwörter nimmt der CDU-Fraktionsvorsitzende Sven Sobanski eigentlich nicht in den Mund, um so mehr horchten die Gäste im voll besetzten Saal des Gasthauses Bludau auf, als Sobanski sie bei seiner Begrüßung mit den Worten konfrontierte „Wer sich nicht ehrenamtlich engagiert, ist ein Idiot.“ Doch die Erklärung folgte auf dem Fuße: Im Altgriechischen bedeutet das Wort „idiotes“ völlig wertfrei „Privatmensch“. Den Schimpfwortcharakter habe das Wort erst in neuerer Zeit bekommen. Doch mittlerweile müsse man schon fragen: „Ist heute nicht vielmehr jeder ein Idiot, der sich ehrenamtlich engagiert?“ Sobanski kommt zu dem Entschluss, in diesem Falle „gerne ein Idiot zu sein“. Und das gehe sicherlich vielen ehrenamtlich engagierten Menschen auch in der Wedemark so, wandte er sich an die Besucher des CDU-Neujahrsempfangs. Denn den Ehrenamtlichen einmal Danke zu sagen, war die Zielrichtung des Empfangs, betonte auch die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Editha Lorberg in ihrer Begrüßung, in der sie allen für das neue Jahr „Gelassenheit, Zuwendung und Freude“ wünschte. Die CDU unterstütze das Ehrenamt mit allen Mitteln. Wer sich für das Gemeinwohl einsetze, verdiene
Respekt, der nicht persönlichen Befindlichkeiten zum Opfer fallen dürfe. „Nur wer jedes Glied in der Kette der Ehrenamtlichen zu schätzen weiß, weiß welcher Schatz sich dahinter verbirgt“, so Lorberg. Als Festredner begrüßte sie den niedersächsischen Landtagspräsidenten a.D., Jürgen Gansäuer, der die Gäste mitnahm auf eine historische Exkursion in die Geschichte Deutschlands und Europas. Viele Ereignisse könne man nicht verstehen, wenn man nicht wisse, was ihnen vorausging, betonte Gansäuer, der seit fünf Jahren in Göttingen Geschichte studiert und bereits seinen Bachelor in der Tasche hat. Einen Schlussstrich könne man unter Bilanzen oder Sportveranstaltungen ziehen, aber nicht unter die Geschichte. Und er mahnte: „Niemals vorher ist Deutschland freier und glücklicher gewesen als in den letzten 60 Jahren, in denen es politisch und ökonomisch einen Quantensprung gemacht hat, der in der Geschichte der Menschheit seinesgleichen sucht. Daher falle es ihm manchmal schwer, die Jaulerei in Deutschland zu ertragen, sagte Gansäuer frei heraus.