CDU und Realschule im Dialog

Die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Editha Lorberg (von rechts) und Ratsfraktionschef Jörg Onnasch diskutieren mit Realschullehrern Martina Warnke-Klußmann, Heike Heuer-Oelmann, Christoph Pukall und Schulleiterin Karen Rotter über den anstehenden Umzug.

Rotter informiert Christdemokraten über Umzug

Mellendorf (sb). Die Vervollkommnung des Mellendorfer Schulzentrumsbaus schreitet in Riesenschritten voran und langsam aber sicher sind die Tage für Schüler und Lehrer im alten Gebäude gezählt. Für die Realschule Wedemark bedeutet das einen kollektiven Umzug – allerdings nicht in das neu gebaute Schulzentrum. Wie seit einiger Zeit bekannt ist, wird die derzeit von rund 660 Schülern besuchte Schule in das Gebäude der ehemaligen Orientierungsstufe inklusive des fünf Jahre alten Neubaus einziehen. Damit wird die Realschule nach langer Zeit endlich wieder mit allen Klassen unter einem Dach untergebracht sein. „Der Bezug des neuen Schulzentrums wäre mit sämtlichen Klassen nicht möglich gewesen“, berichtete Schulleiterin Karen Rotter.
Trotz dieser Verbesserungen in Bezug auf die Raumsituation ist bei der Planung der Schule noch vielen im Argen. Aus diesem Grund trafen sich Lehrer der Schule kürzlich mit einigen Mitgliedern der CDU-Gemeinderatsfunktion, um diese Probleme so frühzeitig wie möglich zur Sprache zu bringen.
„Vielerorts fehlen in dem Gebäude noch Teppiche und Matten, um den besonders im Winter anfallenden Schmutz und Schlamm aufzufangen. Das zieht eine äußerst unangenehme Geruchssituation nach sich“, sagte Rotter den CDU-Politikern. Sie bemängelte nach ersten Rundgängen insgesamt eine „allgemeine Grundverdreckung“. Editha Lorberg als Gemeindeverbandsvorsitzende versprach, die Reinigungspläne für das Gebäude genauer untersuchen zu wollen. Darüber hinaus verfügt das Gebäude nicht über eine so genannte ELA-Anlage, die zum Beispiel einer Notfalldurchsage unerlässlich ist.
Zur Raumversorgung führte Rotter aus, dass die Realschule ihren Planungen eine durchgehende Dreizügigkeit der Klassen zugrunde lege. Zu den 18 Klassen- und voraussichtlich vier Gruppenräumen komme natürlich der Bedarf an verschiedenen Fachräumen, die die einzigen Lernorte außerhalb des Gebäudes darstellen sollen. „Mit dieser Ausnahme kann das Versprechen seitens der Gemeinde, dass uns kurze Wege garantiert sind, vermutlich eingehalten werden“, zeigte sich Rotter zufrieden. Lediglich je einen Physik-, Chemie-, Kunst- und Werkraum stellt die neue Heimat der Realschule allerdings dar, was den Bedarf alleine natürlich nicht deckt. Somit ist schon jetzt sicher, dass die Fächer Physik, Chemie, Biologie und Musik zumindest teilweise ins neue Schulzentrum ausgelagert werden. Wie Rotter unterstrich, habe es Priorität, dass jede Schule mit ihrer eigenen Sammlung ausgestattet werden solle, um Verwechslungen zu vermeiden und Verantwortlichkeiten klar abzugrenzen.
„Der große Musikraum wird zu einem Lehrerzimmer umgestaltet und neben der Verwaltung entstehen neue Schulleiterzimmer“, sagte Rotter. Erste Arbeiten würden damit bereits in den Osterferien beginnen.
Eine Absprache mit der CDU fand insofern statt, als dass die Partei versprach, sich bestmöglich für die Belange der Realschule einzusetzten und deren politische Wünsche zu berücksichtigen. Dazu zählt insbesondere die Gewährleistung der kurzen Wege während des Schulalltags und eine annehmbare Lösung für das Problem, dass derzeit kein wirklich zentraler Pausenbereich innerhalb des Gebäudes zur Verfügung steht. Gemeindefraktionchef Jörg Onnasch sagte, das Treffen in einem Jahr wiederholen zu wollen, um dann konkrete Planungen vorzunehmen. Wie er bestätigte, sei mit der Zusammenführung der Realschule unter einem Dach ein langfristiges Augenmerk das CDU-Politik verwirklicht worden.

BU: Die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Editha Lorberg (von rechts) und Ratsfraktionschef Jörg Onnasch diskutieren mit Realschullehrern Martina Warnke-Klußmann, Heike Heuer-Oelmann, Christoph Pukall und Schulleiterin Karen Rotter über den anstehenden Umzug.
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