CDU und SPD wollen Bauland

Verwaltung stellt Pläne für Resse am 12. März vor

Resse (awi). CDU und SPD im Ortsrat Resse haben in der jüngsten Sitzung am Montagabend den Antrag auf eine Ausweisung neuer Baugebiete in Resse zu beschließen, und zwar vorrangig auf Flächen, die folgenden Anforderungen gerecht werden: Kurze Wege zu den vorhandenen ÖPNV-Verbindungen, insbesondere zur Buslinie nach Hannover und die Eignung für die Schaffung unterschiedlicher Wohnformen, darunter auch preiswerter und geförderter Mietwohnungsbau. Wichtig ist CDU und SPD eine schnelle Durchführung der zur Ausweisung neuen Baulands in Resse notwendigen Planungsschritte, um möglichst bald sowohl einen Beitrag zur Behebung des Wohnraumangels als auch zur Stabilisierung der örtlichen Infrastruktur nötigen Wachstumsimpuls für den Ort Resse zu ermöglichen. Die Tatsache, dass CDU und SPD auf Gemeindeebene im Zuge des Sparkurses den aus Resse angemeldeten Wunsch auf Planungsmittel für Baugebiete ausdrücklich nicht berücksichtigt haben, ignorierten die Ortsratsvertreter beider Parteien geflissentlich. „Wir lassen uns hier in Resse das Heft nicht aus der Hand nehmen“, formulierte es Peter Stelzig von der CDU. Eine Abstimmung über den Antrag zu neuem Bauland in Resse wird auf der nächsten Sitzung des Ortsrates am 12. März erfolgen. Dann wird die Gemeindeverwaltung zu diesem Thema ihre Vorstellungen zur weiteren Vorgehensweise präsentieren, kündigte Ortsbürgermeister Jochen Pardey (SPD) an.
Der Antrag zum neuen Wertstoffcontainerstandort wurde in der Sitzung einvernehmlich um einen vierten Punkt ergänzt. Die Verwaltung soll auch einen möglichen Standort in einem Teilbereich der Grünanlage am Moorinformationszentrum auf seine Eignung prüfen. Auch dieses Thema wird der Ortsrat am 12. März weiterbehandeln.
Ausführlich hat sich der Ortsrat Resse am Montag das Friedhofskonzept von Max Hüsken von der Gemeinde vorstellen lassen. Natürlich interessierten sich die Ortsratsmitglieder in erster Linie für die Punkte, die ihren Ort betrafen. So gibt es Rasengräber beispielsweise nicht in Berkhof und Resse. Resses Friedhof ist allerdings bisher der einzige mit einer Urnenstelenanlage. Von 48 Plätzen sind 34 belegt. Auf Zustimmung im Ortsrat stieß der Vorschlag der Verwaltung, eine Waldfläche hinter dem Friedhof miteinzubeziehen und auf diese Weise einen Waldfriedhof mitanbieten zu können. Der Wald müsste aufgeräumt und das vorhandene Wegenetz integriert werden. Die Kommunalpolitiker forderten zudem eine Sanierung der Toiletten- und der Beschallungsanlage in der Friedhofskapelle an. Ortsbürgermeister Jochen Pardey bat zudem um Überprüfung, ob wie an der Friedhofskapelle in Elze geplant, ein Schutzdach für Trauerfeierbesucher, die draußen stehen müssten, gebaut werden könne.
Wie bereits beim Neujahrsempfang einen Tag zuvor trug die kommissarische Vorsitzende des Vereins Bürger für Resse noch einmal vor, was der Vereinsvorstand bisher unternommen habe beziehungsweise noch zu unternehmen gedenke, um einen neuen Arzt für Resse zu finden. Zeit dafür sei maximal bis September, denn solange zahlten die Ärzte Harder und Maeß noch Miete, obwohl sie ihre Zweitpraxis bereits zum Jahresende geschlossen hätten. Kolb sprach von einer Anzeigenkampagne, Flyern und sogar der Einschaltung von Headhuntern. Der Ortsrat sagte ihr dafür die nötige finanzielle Unterstützung zu: Wenn aus diesem Grund in diesem Jahr keine anderen Vereine aus den Ortsratsmitteln bedacht werden, könnte der Ortsrat rund 2.900 Euro zuschießen. Auch die Gemeinde Wedemark habe ausdrücklich ihre Unterstützung gesagt und die Arztsuche bereits auf ihrer Internetseite veröffentlicht.