Cord Knibbe im Interview

Cord Knibbe im Gespräch mit Sandra Koch (von links) vom Museum und den IGS-Schülerinnen Nadine Becker und Martha von Maltzahn. Foto: A. Wiese

Museumsteam dreht mit IGS-Schülern Videos

Bissendorf. Das Team des Richard-Brandt-Heimatmuseums dreht zurzeit mit Schülerinnen der IGS Wedemark Videofilme, in denen Bürger der Wedemark interessante kurze Geschichten erzählen, die später im Heimatmuseum angeschaut werden können. Dabei geht es einerseits um historische Erinnerungen an die Zeit des Krieges und der Nachkriegszeit in der Wedemark, andererseits aber auch um Geschichten aus der jüngeren Vergangenheit, die typisch sind für das Leben in den Ortschaften der Gemeinde. Eine freiwillige Geschichts-AG der IGS Wedemark hat in Kooperation mit dem Museumsteam die Videodrehs vorbereitet. In der Gedenkstätte Ahlem, der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule, hat der dort tätige und in Zeitzeugeninterviews sehr erfahrene Shaun Hermel den Schülerinnen und dem Museumsteam Hinweise zur Interviewführung und Kameratechnik gegeben. Das Museumsteam hat rund 30 Interviewpartner aus allen Ortschaften der Wedemark angesprochen, die bereit sind, ihre kleinen Geschichten vor laufender Videokamera zu erzählen. Einige Geschichten werden auch in plattdeutscher Sprache erzählt und aufgenommen, damit Museumsbesucher diese langsam aussterbende Sprache auch in Zukunft im Museum hören können. Cord Knibbe, der unlängst ein plattdeutsches Wörterbuch herausgebracht hat, ist ein Beispiel dafür, wie seine Generation die plattdeutsche Sprache gesprochen hat. Mit den Schülerinnen bespricht die Arbeitsgruppe des Musemsteams unter der Leitung von Sandra Koch zunächst die Geschichten, dann gibt es ein Vorgespräch zwischen Interviewpartnern und den Schülerinnen, bevor schließlich gedreht werden kann. Eine spannende Sache für alle Beteiligten – vor allem für die oft älteren Gesprächspartner, die mit der Videotechnik bisher in der Regel keine Berührung hatten und oft eine gewisse Scheu an den Tag legen, dass ihre Worte mit bewegten Bildern aufgezeichnet und später angeschaut werden sollen. Am Donnerstag waren Nadine Becker und Martha von Maltzahn aus der Gruppe der Schülerinnen für Interview und Kameraführung zuständig. Was Cord Knibbe ihnen erzählt hat, wird aber noch nicht verraten. Schließlich freut sich das Museum auf viele neugierige Besucher. Ein weiterer Aspekt dieser Arbeit ist es, dass diese Zusammenarbeit der Schülerinnen mit den oft älteren, manchmal sehr betagten Interviewpartnern das gegenseitige Verständnis der verschiedenen Generationen füreinander stärken soll. Dieser Aspekt der Arbeit wird von der Region Hannover finanziell gefördert, sodass das Rohmaterial der Videoaufnahmen durch einen Mediendienstleister für die Präsentation aufgearbeitet werden kann.