Das 500. Baby – Tendenz bei Geburten steigend

Freuen sich über den gesunden Jungen Sandro, Mutter Raffaelina Fessel-Warduz mit Hebamme Karin Heine und Pflegedienstleiter Werner Eckhard. Foto: Renate Tiffe

Familiäre Atmosphäre in der Burgwedeler Klinik ist offenbar gefragt

GROSSBURGWEDEL (ti). Der Dezember hatte gerade angefangen, da wurde in der Burgwedeler Klinik das 500. Baby geboren. Mittlerweile zählt die Statistik schon 508 Kinder, Stand 9. Dezember. Anlass für die kleinste Entbindungsstation in der Region, dem Ereignis besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Mit 530 Babys wird für 2010 gerechnet. Eine so hohe Zahl hat es in Burgwedel längere Zeit nicht gegeben. Für Sandro Fessel-Wardusz spielt das alles keine Rolle. Er liegt eingekuschelt in das lange Stillkissen und zeigt auch keine Regung, als seine Mutter ihn auf den Arm nimmt und die Blitzlichter aufflackern - ein winziges Bündel Mensch, am 3. Dezember geboren, 53 Zentimeter groß und 3420 Gramm schwer, mit wuscheligen dunklen Haaren. „Ein kleiner Italiener“, strahlt die Mutter und erzählt von den italienischen Großeltern, die schon lange in Deutschland leben. Für die 34-jährige Bankkauffrau Raffaelina Fessel-Warduz aus Elze ist es das zweite Kind. Ihre Tochter Melina wurde 2007 geboren, ebenfalls in Burgwedel. Die Wedemärkerin lobt die gute Pflege auf der Station. Selbstverständlich konnte der Vater bei der Geburt dabei sein. Er hat sich 14 Tage frei genommen, um seine Familie mit zu betreuen. Fünf Tage nach der Kaiserschnitt-Entbindung wird die Wöchnerin das Krankenhaus verlassen. Bei einer normalen Geburt endet der Aufen thalt meist nach drei Tagen.
Das 500. Baby. Für die Mutter gab es einen großen Blumenstrauß und Einkaufsgutscheine von Rossmann und Ikea, überreicht vom Pflegedienstleiter, Werner Eckhard, und der Leitenden Hebamme Karin Heine. Neben der guten medizinischen Ausrüstung - zwei neue drahtlose Wehenschreiber werden gerade erwartet- ist es offenbar die bewusst gepflegte familiäre Atmosphäre, die immer mehr Frauen zur Entbindung nach Burgwedel kommen lässt. In drei Geburtsräumen stehen acht Hebammen zur Verfügung. Für die Säuglinge sind ovale Gitterbettchen an das Bett der Mutter angeschlossen. Für die Übernachtung der Väter ist ein Familienzimmer da. So etwas sei wichtig für das Familie-werden, sagt Karin Heine: „wir betreuen ganz individuell“. Auch Hannoveranerinnen melden sich mittlerweile an. Entgegen dem allgemeinen Trend sei die Zahl der Geburten in der Burgwedeler Klinik steigend, vermerkt sie stolz. Für Januar gebe e s schon 30 Anmeldungen.