„Das dauert viel zu lange“

Erik van der Vorm (links) und Stefan Birkner halten die Antwort der Landesregierung zur Kleinen Anfrage „Kreuzungsbereiche L190“ in den Händen. Foto: B. Stache

MdL Stefan Birkner und FDP-Ratsherr Erik van der Vorm sind enttäuscht

Bissendorf (st). „Dass wir uns in dieser Angelegenheit so einbringen, heißt für uns Engagement für die vielen Pendler“, erklärte der Landtagsabgeordnete Stefan Birkner (FDP) im Beisein von FDP-Ratsherr Erik van der Vorm. Seit Langem setzen sich beide Politiker für eine Verbesserung der Verkehrssituation an den beiden Ampelkreuzungen im Zuge der L 190 Langenhagener Straße/Am Husalsberg und auf Höhe des Gasthauses „Zum Alten Zöllnerhaus“ in Schlage-Ickhorst (L 190/K 101) ein. Lange Staus aus Richtung Bissendorf, vor allem im morgendlichen Berufsverkehr, könnten unter anderem durch eine verbesserte Ampelschaltung an diesen Kreuzungen vermieden werden – davon sind Birkner und van der Vorm überzeugt. „Jeden Tag eine halbe Stunde an der Kreuzung zu stehen, ist ein Verlust an Lebensqualität“, formulierte der Wedemärker Ratsherr. Bereits im Dezember 2015 hatten Erik van der Vorm und Stefan Birkner die Situation an der L 190 in Augenschein genommen. In der Vergangenheit gab es zu diesem Thema verschiedene Treffen mit der Gemeinde Wedemark und der Straßenbaubehörde der Region. Auf eine erste Kleine Anfrage des Abgeordneten Stefan Birkner vom 27. Oktober 2016 an die Landesregierung gab es am 6. Dezember eine Antwort auf das „L 190-Kreuzungsbegehren“. Diese sei „nichtssagend und ausweichend“ ausgefallen, lautete damals das einhellige Votum von Birkner und van der Vorm. Um ihrem Begehren nach Lösung der schwierigen Verkehrssituation an den beiden Ampelkreuzungen Nachdruck zu verleihen, erfolgte am 15. Dezember 2016 eine weitere Kleine Anfrage durch Stefan Birkner und andere FDP-Abgeordnete. Das nun vorliegende Ergebnis findet van der Vorm „in höchstem Maße unbefriedigend“. Der Geschäftsbereich Hannover der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr werde eine qualifizierte Verkehrszählung für den Kreuzungsbereich L 190/ K 101 beauftragen, heißt es in dem Antwortschreiben der Landesregierung. „Dazu ist zunächst das Vergabeverfahren ´Verkehrszählung` durchzuführen. Erst nach Vergabe kann mit dem Auftragnehmer die weitere terminliche Abstimmung erfolgen.“ Die von der Gemeinde Wedemark am 22. November von 15 bis 16 Uhr durchgeführte Verkehrszählung wird von der Landesregierung als „nicht repräsentativ“ angesehen. Zur Situation an der Kreuzung L 190/Am Husalsberg und Optimierung der Lichtzeichenanlage heißt es in der Antwort aus Hannover: „Es ist angedacht, einen so genannten Diagonalgrünpfeil zu installieren. Damit wird dem Verkehr aus Richtung Osten kommend eine Nachlaufphase zur Verfügung gestellt, in der dieser ohne Gegenverkehr frei in die L 109 Richtung Hannover einbiegen kann. Die Ausschreibung beinhaltet auch eine Standsicherheitsprüfung des zu erweiternden Signalmastes, da dieser mit einer zusätzlichen Windangriffsfläche aufgrund eines weiteren Signalgebers belastet wird.“ Für die Nachinstallation eines Diagonalgrünpfeils und die Programmierung der Ampelanlage werden Kosten in Höhe von zirka 5000 Euro veranschlagt. Stefan Birkner und Erik van der Vorm machen aus ihrer Enttäuschung über die Antwort auf die zweite Kleine Anfrage keinen Hehl. Sie hätten sich konkrete Daten für die Umsetzung der Arbeiten gewünscht. „Das Jahr 2017 ist lang. Das alles dauert viel zu lange“, stellte der Landtagsabgeordnete fest.