„Das Ehrenamt prägt die soziale Qualität der Gemeinde“

Die am Donnerstagabend ausgezeichneten ehrenamtlich Tätigen erhielten neben der Karte auch jeweils eine Urkunde und ein Blümchen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Bürgermeister Tjark Bartels erklärte, die Gemeinde verfüge über eine gesunde ehrenamtliche Struktur. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Bürgermeister Tjark Bartels vergibt die ersten Ehrenamt-Cards

Bissendorf (hhs). Am Donnerstagabend übergab Bürgermeister Tjark Bartels die ersten zehn „Ehrenamt-Cards“ an Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich in ihrer Freizeit für andere Menschen einsetzen. Eine kleine Feier hatte die Gemeinde dafür organisiert im Bürgersaal, mit einem sich anschließenden Imbiss und einigen kühlen Getränken. Dieser Abend werde ein besonderer sein und bleiben, weil die anderen Ehrenamt-Cards, die noch in den kommenden Monaten vergeben werden sollen, bei anderen Anlässen in der Gemeinde vergeben werden sollen. Die Ehrenamt.Cards gehen auf eine Initiative des Landes Niedersachsen zurück, den ehrenamtlich tätigen Mitbürgern Vergünstigungen verschiedener Art in den Wohnorten und der Region zu schaffen.
Die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitbürgerinnen und Mitbürger trage ganz wesentlich zur sozialen Qualität in der Gemeinde bei und präge sie, führte Bartels aus. Er schätzte die Zahl aller ehrenamtlich Tätigen auf etwa 2.000 in der gesamten Gemeinde. „Es können aber auch deutlich mehr sein“, sagte der Bürgermeister. Das sei insgesamt ein gewaltiges ehrenamtliches Potential für bürgerschaftliches Engagement in den Feuerwehren, Sportvereinen, beim Bündnis für Familie oder dem sozialen Kaufhaus. „Wenn Sie nicht diese Tätigkeit ausüben würden in ihrer Freizeit, dann könnten wir diese Angebote nicht vorhalten“, bedankte sich Bartels bei den zehn an diesen Abend Auszuzeichnenden.
Wer sich ehrenamtlich für die Gesellschaft, den Sport, die Umwelt engagiere und dabei für seine Mitmenschen etwas tue, solle auch ein kleines Dankeschön für seinen Einsatz erhalten. Die Gemeinde habe eine gesunde Struktur in Bezug auf ehrenamtliches Tun. „Sie sorgen für Bewegung und Entwicklung, neue Traditionen werden aufgebaut, die die in die Jahre gekommenen festen Abläufe modernisieren“. Als Beispiel führte er die Schützenvereine an, die gegenwärtig versuchen, über neue Formen für mehr Attraktivität zu sorgen. Die Ehrenamt-Card werde an Menschen vergeben, die kontinuierlich mindestens fünf Stunden wöchentlich ehrenamtlich tätig sind.
Dann ging es an die Übergabe der Karten: Alfons Treutler betreut seit 2002 acht Menschen ehrenamtlich. Brigitte Zois, Georg Bänsch, Sonja Schönberg, Ellen Reichert und Christel Schuster verrichten ihren ehrenamtlichen Dienst im Sozialen Kaufhaus. „Sie alle machen die fünf Stunden jede Woche ganz locker“, so Bartels. Eike-Christian Bänsch engagiert sich im Bündnis für Familie insbesondere durch kostenlose grafische Arbeit. Reinhard Gauter betreut die Beratungsstelle für Suchtkranke und leitet eine Selbsthilfegruppe seit 1994, ebenso Volker Rhenius seit 1996. Bärbel Wille ist seit Jahren am Aufbau und der Arbeit des Hospizdienstes beteiligt. Sie alle erhielten die Ehrenamt-Card, eine entsprechende Urkunde und eine hübsche Topfblume.
Abschließend erklärte Bürgermeister Tjark Bartels, es sei gar nicht so schwer gewesen, gewerbliche Partner für die Ehrenamt-Card zu finden. Viele angesprochene Geschäfte und Unternehmen seien sofort bereit gewesen, den Inhabern der neuen Card Vergünstigungen einzuräumen. Er lobte dabei insbesondere die Gaststätten wie „Pinocchio“, das Gasthaus Goltermann, „In der verbotenen Stadt“, bei denen die Karteninhaber nun hohe Prozentsätze erhalten werden, ebenso das Ice-House und das Mellendorfer Spaßbad und den Kunstverein Imago. Die Gemeinde Wedemark wollte dem offenbar nicht nachstehen und gewährt deutliche Rabatte auf alle Angebote ihres Souvenirshops und natürlich bei Kino im Dorf.