Das Märchen „Hans mein Igel“

Gerhard Seiler hat eine ganz besondere Art, mit seinen selbstgefertigten Puppen den Kindern Geschichten zu erzählen. Foto: A. Wiese

Gerhard Seiler führt seine Puppen total genial

Hellendorf (awi). Wenn Kinder zu Hause nicht geliebt und akzeptiert werden, igeln sie sich im sprichwörtlichen Sinne ein und ziehen sich von ihrer Umwelt zurück beziehungsweise gehen von zu Hause fort. Von so einem Kind, das im Sinne des Wortes Igelstacheln hatte, handelt das alte Märchen „Hans mein Igel“. Gerhard Seiler vom Figurentheater Seiler aus Hannover hat es auf seine eigene Art und Weise aufgearbeitet und mit seinen selbstgefertigten Puppen umgesetzt. Am Donnerstag konnten sich – nicht zum ersten Mal – die Grundschüler aus Hellendorf von der unterhaltsamen Art des Puppenspielers faszinieren lassen. Zugleich vergnüglich und nachdenklich spielte Gerhard Seiler, der das 1945 von seinem Vater Kurt gegründete Figurentheater 1973 übernommen hat, die Geschichte von Hans mein Igel, der von zu Hause wegging, weil er nicht den Vorstellungen seiner Eltern entsprach, sich mit seinem Dudelsack in den Wald zurückzog und schließlich doch der Mann der schönen Königstochter wurde und ihre Liebe gewann, so dass beide ihr Glück fanden.