Das neue Kulturprogramm ist da

Das neue Kulturprogramm wurde von der Ersten Gemeinderätin Susanne Schönemeier (von links), der Kulturbeauftragten Angela von Mirbach und ihrer Kollegin Andrea Stegemann vor dem „The-Wall-Projekt“ auf dem Schulhof mit einem Konfettiregen begrüßt. Foto: A. Wiese

Die Kulturbeauftragte und ihr Team sind gespannt, wie das Konzept ankommt

Wedemark (awi). Theatertage statt Theater-Abo und ein neues Layout für das Kulturprogramm der Gemeinde Wedemark, das soeben druckfrisch erschienen ist. Die Kulturbeauftragte Angela von Mirbach und die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier haben es am Montag der Presse vorgestellt und es liegt ab sofort an diversen Orten aus, unter anderem im Rathaus und in den Banken und Sparkassen.
Im Kulturprogramm 2017/2018 sind insgesamt 47 Veranstaltungen hinterlegt. Erreicht werden bis zu 2.300 Zuschauer beziehungsweise Teilnehmende. Das Budget, das Angela von Mirbach zur Verfügung steht, umfasst rund 46.000 Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für Programmhefte, Plakate, Künstlersozialkassenbeiträge und mehr. Das Programm teilt sich auf in Konzerte, Kino, Lesungen und Vorträge sowie Kulturprojekte, bei denen die Teilnehmer aktiv eingebunden werden und sich inspirieren lassen können. „Wir laden unsere Bürger ein, ihre eigenen Ideen und Vorstellungen mit Unterstützung von Künstlern umzusetzen“, formuliert es von Mirbach. „Wie?Jetzt!“ – Wie konnte es gelingen, 72 Jahre Frieden zu halten? ist das eine Projekt. Am 17. und 18. November werden Ideen, Visionen, Vorstellungen und Zukunftspläne im Rahmen eines Festivals präsentiert. Beim zweiten Projekt geht es um das geplante Kinderrathaus, das die Gemeinde Wedemark nach der erfolgreichen Bewerbung für das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ zu bauen beabsichtigt, um einen Ort zu schaffen, der Kindern und Jugendlichen dauerhaft Raum für ihre Selbstverwaltung bietet. Diesen Ort sollen die Kinder und Jugendlichen selbst planen. Der Plan besteht aus vier Phasen und möchte 20 Kinder und Jugendliche auf eine einjährige Entdeck-ungsreise einladen, die Angela von Mirbach „We construct“ genannt hat. Die Teilnehmer sollen mit professioneller Unterstützung entwerfen, gestalten, erstellen und das zukünftige Kinderrathaus auf dem Gelände zwischen Rathaus und Schulzentrum schließlich auch errichten. Anmeldungen für beide Projekte sind per E-Mail unter angela.von.mirbach@wedemark.de möglich. Das neue Kulturprogramm ist fein ausbalanciert, reichhaltig, vielfältig und bunt. Es richtet sich an Fortgeschrittene im Bereich Kultur wie an Neueinsteiger gleichermaßen. „Ein Programm, um das uns urbane Metropolenbewohner gerne beneiden dürfen“, formuliert es Angela von Mirbach selbstbewusst. Weil es die ersten Theatertage Wedemark gibt, weil Künstler wie Nick Africano beim Kultursommer oder Lutz Krajenski beim Latin-Jazz-Projekt Salt dabei sind. Der Vorverkauf für alle Konzerte und Vorträge beginnt Ende diesen Monats. Im Vorverkauf sind die Tickets günstiger. Nur für die Kinoveranstaltungen gibt es keinen Vorverkauf. Online-Tickets gibt es bei adticket.de. Vorverkaufsstellen sind das Rathaus Mellendorf, die Buchhandlung Bücher am Markt in Bissendorf, die Buchhandlung von Hirschheydt in Mellendorf und der Ticket-Shop am Eisstadion. Das Programm der Theatertage im nächsten Sommer ist übrigens noch nicht im neuen Kulturprogramm enthalten. Dafür wird es rechtzeitig ein Extra-Programm geben, versprach die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier. Mit den Theatertagen hat die Gemeinde das schon etwas in die Jahre gekommene Abo-Theater in die Wüste geschickt. Sie geht mit den Veranstaltungen raus in die Wedemark an diverse Veranstaltungsorte. Fünf Auftritte in fünf Wochen sind geplant. Fünf Wochen, in denen auch die Fußballweltmeisterschaft läuft, wie Angela von Mirbach mittlerweile festgestellt hat. Aber ob die den Wedmärker Theatertagen Konkurrenz machen kann? Das normale Kulturprogramm finanziert die Gemeinde selbst. Zu 70 Prozent werden die Kulturveranstaltungen aus dem Kulturetat bezuschusst, betont die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier und begegnet damit dem Gerücht, der Eintrittskartenverkauf könnte das Kulturprogramm finanzieren. Die Gemeinde greift dafür tief in die Tasche, „weil sie einen Bildungsauftrag hat“, so von Mirbach.