Debora Knoblauch als Pastorin ordiniert

Debora Knoblauch (rechts) wurde vergangenen Sonntag von Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann (links) zur Pastorin ordiniert, zum 01.02. beginnt sie offiziell als Pastorin der St. Martini- Kirchengemeinde. Foto: L. Irrgang

Rund 500 Besucher wohnten feierlichem Gottesdienst bei

Brelingen (ig). Am vergangenen Sonntag wurde in einem feierlichen Gottesdienst Debora Knoblauch zur Pastorin ordiniert. Sie tritt zugleich die Nachfolge von Pastor Stefan Kurmeier in Brelingen an. In der Zeit der Vakanz hatte Paul-Martin Gundert das Amt übernommen. Es sei laut der Chronik der Kirchengemeinde wohl das erste Mal, dass in der Brelinger St. Martini- Kirche ein Pastor ordiniert werde, und somit offiziell für das Amt gesegnet werde, betonte die Vorsitzende des Kirchenvorstands, Marion Bernstorf. Sichtlich freute sich Bernstorf über eine sehr gut besuchte Kirche. Und die zahlreichen Brelinger bereiteten der 30jährigen Knoblauch einen feierlichen Empfang. Auch Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann machte deutlich, dass es ihr eine große Freude sei, „dass eine junge Pastorin direkt vor Dienstantritt in der zukünftigen Gemeinde ordiniert wird.“ Zugleich sei jedoch auch gerade die Freunde darüber groß, dass die Vakanz in Brelingen so schnell wieder besetzt werden konnte. Die Gemeinde würde Knoblauch einen sichtlich herzlichen Empfang bereiten, führte Spieckermann angesichts der vielen musikalischen Einlagen der unterschiedlichen Brelinger Institutionen aus. Denn so bereiten die zahlreichen Brelinger Chöre der zukünftigen Pastorin einen beeindruckenden musikalischen Empfang. Spieckermann betonte, dass Knoblauch unter anderem eine offene Kommunikationsfähigkeit, eine hohe geistige Erfahrung und eine hohe Motivation auszeichne, „und all dies kann sie in die Gemeinde einbringen“, so Spieckermann. Bei der eigentlichen Ordination kniete Debora Knoblauch dann auf den Stufen des Altars direkt vor Landessuperintendentin Spieckermann, die ihre Hände auf den Kopf Knoblauchs für den Segen legte. Der Superintendent des Kirchkreises Burgwedel- Langenhagen begrüßte Knoblauch in seiner Ansprache im Namen des Kirchenkreises und in Bezug auf den Beginn der Tätigkeit als Pastorin betonte Bergau, dass „die Brelinger Kirchengemeinde eine Gemeinde ist, die richtig gut zu diesem Abschnitt passt.“ Er wünsche der jungen Pastorin, dass es erfüllende Jahre sein werden, die Entscheidung für eine junge Pastorin sei eine weitreichende und zukunftsweisende Entscheidung gewesen. Gleichzeitig dankte Bergau denjenigen, „die in den letzten Monaten Aufgaben übernommen haben, denn dies war eine spürbare Entlastung.“ Man wolle nun die Aufbruchstimmung fortsetzen, „die in den letzten Jahren spürbar war und noch immer spürbar ist“, betonte auch die Kirchenvorstandsvorsitzende Marion Bernstorf. Es gäbe viele Initiativen aus Ehrenamtlichen, welche die Pastorin bei ihrer Arbeit unterstützen werden. Ortsbürgermeisterin Christiana Böttcher hieß Knoblauch im Namen des Ortsrates willkommen und betonte in ihrem Grußwort, dass sie hoffe, dass die neue Pastorin möglichst lange bleiben werde. Knoblauch hat in Göttingen und Bethel Theologie studiert, ihr Vikariat absolvierte sie im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum in der Gemeinde Warmsen. In dieser Zeit haben sie vor allem die vielen persönlichen Kontakte mit den Menschen in der Gemeinde beeindruckt. „Durch die Gespräche habe ich festgestellt, wie stark die persönlichen schönen, aber auch tragischen und manchmal sogar bedrohlichen Erlebnisse einzelner Menschen die individuellen Lebensläufe geprägt haben.“ In der neuen Gemeinde möchte sie vor allem zunächst Zeit in die Kontakte investieren und das Miteinander mit den Ehrenamtlichen, so wie die neue Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Mellendorf weiter gestalten. Über die aktive Arbeit der Kirchenmusik freut sich die zukünftige Pastorin besonders.