Delegation aus Gislaved auf Stippvisite

Die siebenköpfige Delegation aus Gislaved fühlte sich bei ihrem Kurzbesuch in der Wedemark – hier im Bürgerhaus – sichtlich wohl. Foto: A. Wiese

Bürgermeister Tjark Bartels möchte Partnerschaft mit Ratsbeschluss untermauern

Wedemark (awi). Austausch und Kooperation könnten sich für beide Seiten sehr positiv auszahlen, sind die Vertreter der Wedemark und der Kommune Gislaved in Schweden sich einig. Bürgermeister Tjark Bartels kündigte an, im nächsten Jahr die Partnerschaft durch einen Ratsbeschluss auf offizielle Füße stellen zu wollen. In Gislaved ist das bereits geschehen.
Bei einem Kurzbesuch zeigten sich Gislaveds Bürgermeister Nic-las Palmgren, seine Vertreterin Marie Johansson, EU Coordinator Tommy Bengtsson, Business Strategist Camilla Wallin Kupferberg, Schulleiterin Gunilla Davidsson, Enterprise Manager Anders Ahlström und Business Development Carola Öberg beeindruckt von den Kontakten und Informationsquellen, die die Wedemark zu bieten hat. Vorrangig soll die Wirtschaft der beiden Kommunen vernetzt werden und Betriebe in der Wedemark und Gislaved von der Partnerschaft profitieren. Erste positive Schritte dazu waren Besuche der Delegation am Montag bei der Firma Dr. Rimpler in Elze und auf dem Milchhof Hemme in Sprockhof. Der Kosmetikhersteller Dr. Rimpler sei an Kontakten mit schwedischen Betrieben sehr interessiert, bestätigte Wirtschaftsförderer Carsten Niemann. Beim Milchhof ist es vor allem das Direktvermarktungskonzept, das auch für schwedische Milchbauern eine Alternative sein könnte. Ein weiterer landwirtschaftlicher Aspekt, wo die Schweden sich in der Wedemark Anregungen holen möchten, seien Biogas-Anlagen, erläuterte Bürgermeister Niclas Palmgren. Doch eine solche Besichtigung stand am Montag noch nicht auf dem Programm. Zunächst gab es für die Gäste eine Führung durch Rathaus und Schule. Beim letzten Besuch der Schweden hatte hier noch der Rohbau gestanden. Anschließend präsentierte sich die Musik-Klasse der fünften Klassen der IGS Wedemark und beeindruckte die Gäste mit einer gelungenen Vorführung. Auch das E-Twinning-Projekt der IGS stieß auf Interesse, über das die Schüler Brieffreundschaften mit Schulen in anderen Ländern pflegen. Die aus Gislaved angereis-te Schulleiterin zeigte sich ebenso wie die Schulleitung der IGS sehr interessiert an einem Austausch der Schulen. „Wir haben die IGS für den Besuch ausgewählt, weil die Gesamtschule mit ihrem Konzept dem der schwedischen Schule sehr ähnlich ist“, erläuterte Bürgermeis-ter Tjark Bartels. Doch nicht nur ein Schüleraustausch steht auf der Wunschliste der Vertreter der beiden Kommunen, auch ein Austausch der jeweiligen Auszubildenden wird nicht ausgeschlossen. Aktuell wurde eine Beteiligung der Schweden an der Messe in der Wedemark am ersten Juniwochenende 2013 diskutiert. Die Wedemark hatte sich im Frühjahr diesen Jahres ebenfalls mit Erfolg auf der Wirtschaftsmesse Affärsracet in Gislaved vorgestellt.