Dem Betrieb lange die Treue gehalten

Für 45 beziehungsweise 40 Jahre Treue zum Betrieb, in dem sie gelernt haben, überreichte Tischlermeister Hartmut Knoke (M.) seinen Mitarbeitern Winfried Hake (l.) und Hans-Heinrich von Fintel einen Präsentkorb. Foto: A. Wiese

Hartmut Knoke gratuliert seinen beiden langjährigen Mitarbeitern

Bissendorf (awi). „So etwas wird es bald nicht mehr geben“, waren sich Tischlermeister Hartmut Knoke und seine beiden langjährigen Gesellen Winfried Hake und Hans-Heinrich von Fintel einig: Dass man in einem Betrieb lernt und dort dann 45 beziehungsweise 40 Jahre arbeitet, mit den bes-ten Aussichten hier auch noch bis zur Rente zu bleiben. Winfried Hake und Hans-Heinrich von Fintel ist das gelungen. Hake begann seine Ausbildung zum Tischler bei Hartmut Knokes Vater Günther Knoke am 1. April 1965, Hans-Heinrich von Fintel fünf Jahre später am 1. April 1970. Zum 45-jährigen beziehungsweise 40-jährigen Betriebsjubiläum gratulierte ihnen Hartmut Knoke am 1. April ganz herzlich und überreichte einen Präsentkorb für ein zünftiges Frühstück. Hake ist in der Tischlerei Spezialist für Treppen und Einbauschränke, von Fintel ist überwiegend mit Bau und Montage von Fenstern und Haustüren beschäftigt. Beide haben sich in ihrem Beruf und ihrem Ausbildungsbetrieb immer so wohl gefühlt, dass ein Wechsel nie zur Debatte stand und auch Chef Hartmut Knoke möchte auf seine beiden langgedienten Mitarbeiter nicht verzichten. Beide haben sich in Fortbildungen regelmäßig mit dem Fortgang der Technik vertraut gemacht und sind so trotz des erheblichen technischen Fortschritts in ihrem Beruf – wer sprach vor 45 Jahren schon von CNC-Technik – immer auf dem Laufenden geblieben, „quasi mitgewachsen“, wie sich Winfried Hake und Hans-Heinrich von Fintel ausdrücken. Heute falle es leider schwer gute Auszubildende zu finden, bedauert Tischlermeister Hartmut Knoke. Und wenn man jemanden finde, benutze der die Tischlerausbildung meistens nur als Sprungbrett für ein Studium.