Dem Wind auf der Spur

Die Kinder überlegen noch, wie viele von ihnen den Turm eines Windrades mit ausgestreckten Armen umfassen können – die Erwachsenen „Lili Löwenmaul“ (rechts), Heinz-Werner Reichenbach und Vanessa Rothe sind auf die Antworten gespannt. Foto: B. Stache

Erlebnistour lässt Kinder erneuerbare Energien spielerisch erfahren

Meitze (st). Welchen Umfang hat der Turm eines Windkraftrads am Boden – wie viele Kinder sind erforderlich, um ihn mit ausgestreckten Armen zu umfassen? Diese Frage stellte sich 20 Wedemärker Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren am Freitagvormittag angesichts eines von 13 Windrädern zwischen Meitze und Elze. Unter dem Motto „Dem Wind auf der Spur…“ nahmen sie an einer Forscherwanderung teil, die im Rahmen des Ferienpasses von der Klimaschutzagentur Region Hannover angeboten wurde. Die jungen Windforscher mussten unter anderem einen Steckbrief für ein Windkraftrad ausfüllen und dabei auch die Anzahl der Rotorblätter, die Höhe der Anlage sowie die Windrichtung aufschreiben. „Mit ausgestreckten Armen dachten wir neuneinhalb Kinder“, beantwortete der achtjährige Finn die Frage nach dem Umfang. Die ein Jahr ältere Liv hatte die Zahl sieben geschätzt. Der spätere Praxistest, den die Kinder mit großer Freude am Fuße der großen Windkraftanlage selbst durchführten, ergab, dass zehn Kinder für die Umfangsmessung erforderlich waren. „Die Kinder sind total begeistert“, freute sich Vanessa Rothe von der Klimaschutzagentur. „Ziel dieser Ferienpassaktion ist es, dass die Kinder die eigene Landschaft und Umwelt kennen lernen und die Technik verstehen, die hinter den Windkrafträdern steht.“ Die jungen Teilnehmer durften auch einen Blick in das Innere einer Windkraftanlage werfen. „Ich wurde von der Klimaschutzagentur gefragt, ob ich für die heutige Sommerferienaktion ein Windrad zur Besichtigung für die Kinder aufschließen kann. Diesem Wunsch bin ich gerne nachgekommen“, erklärte Heinz-Werner Reichenbach, Miteigentümer und Geschäftsführer der Wedewind-Meitze GmbH & Co. KG. Ein Aufstieg innerhalb des Turms gehörte nicht zur Wind-Erlebnistour, die von „Naturonautin“ Verena Stahnke, alias Lili Löwenmaul, vom Büro für Naturetainment aus Hannover durchgeführt wurde.