Den „ökologischen Fußabdruck“ minimieren

UN-Schulprojekt gastierte im Schulzentrum Mellendorf

Wedemark. Am Freitag machte die UNESCO-zertifizierte Multivision „Fair Future II – der Ökologische Fußabdruck“ im Schulzentrum Mellendorf Station. Dank der Unterstützung durch die Region Hannover und der Gemeinde Wedemark konnten Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Mellendorf, der IGS und Realschule Wedemark sowie der Konrad-Adenauer-Schule an der Veranstaltung teilnehmen, die als Ergänzung zum laufenden Projekt „Energiefüchse Wedemark“ dient. Seit April 2013 tourt der zweite Teil der bundesweiten Bildungskampagne „Fair Future“ unter dem Motto „Global denken – nachhaltig handeln“ durch Deutschland und Österreich. Innerhalb von drei Jahren werden sich insgesamt 500.000 Schülerinnen und Schülern von über 1000 weiterbildenden Schulen mit der Frage „Wie wollt ihr in Zukunft leben?“ auseinandersetzen. Die multimediale Präsentation erläutert das Konzept des ökologischen Fußabdrucks und verdeutlicht die Auswirkungen der Globalisierung, des Ressourcenverbrauchs und des Klimawandels weltweit. Zusammen mit den Moderatoren und Experten diskutieren die Jugendlichen im Anschluss darüber, wie sie ihren Alltag nachhaltig und fair gestalten können. Die Multimediapräsentation wurde in Kooperation mit Oxfam Deutschland und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie entwickelt. Das Klimaschutzprojekt der Gemeinde Wedemark „Energiefüchse Wedemark“ startete nach den Sommerferien in das zweite Jahr. Schülerinnen und Schüler deckten im letzten Schuljahr bereits mehrere Energiesparpotentiale auf und entwickelten erste Handlungshilfen wie sie im Schulalltag bewusster mit Energie umgehen können. Damit unternehmen sie erste Schritte, ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Um die Wichtigkeit dieser Aktivitäten besser zu verstehen und einen Zusammenhang vom persönlichen Handeln zur Zukunft herstellen zu können, bietet sich die Show der Multivision besonders an. Wenn alle Menschen so leben würden wie wir in Deutschland, bräuchten wir fast drei Planeten, doch ist klar: „Die Menge an Natur, die uns zur Verfügung steht, ist leicht messbar: Ein verfügbarer, lebenserhaltender Planet, exakt einer“, so Mathis Wackernagel, Begründer des Konzepts des Ökologischen Fußabdrucks. Und David Hachfeld, Kampagnen-Referent von Oxfam, fügt hinzu: „Unsere Nachfrage steigt und die Naturreserven werden aufgebraucht. Unser Planet ist unsere Zukunft und muss geschützt werden.“ Die Multivision wendet sich an die junge Generation, um deren Zukunft es geht. „Wir wollen Jugendliche für das Thema begeistern und unterstützen sie dabei, globale Zusammenhänge zu verstehen“, betont Christian Zech vom Vorstand der Multivision e.V. „Fair Future – der ökologische Fußabdruck“ ist ein offiziell ausgezeichnetes UN-Dekade-Schulprojekt, das im Rahmen der Weltdekade der Vereinten Nationen 2005 bis 2014 „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ durchgeführt wird.