Der Bauhof wartet auf die neue Halle

Mitglieder der CDU-Gemeinderatsfraktion und des Gemeindeverbandes sahen sich unter Führung von Gemeindekämmerer Joachim Rose (links) und Bauhofleiter Holger Köhnk (Dritter von rechts) das neue Domizil des Bauhofes auf dem ehemaligen Butenhoffgelände in Hellendorf an. Foto: A. Wiese

Mitarbeiter genießen es, wieder einen Standort für sich allein zu haben

Hellendorf (awi). „Sie haben in den letzten Jahren zwei Umzüge hinter sich. Wir wollten mal sehen, wie Sie sich jetzt hier in Ihrem neuen Domizil eingerichtet haben“, sagte die zurzeit amtierende Fraktionschefin der CDU-Gemeinderatsfraktion, Susanne Brakelmann, am Mittwoch zum Auftakt des Besuchs von Fraktions- und Parteimitgliedern auf dem neuen Bauhofgelände in Hellendorf zu Bauhofleiter Holger Köhnk und Gemeindekämmerer Joachim Rose. Brakelmann war in Hellendorf in Begleitung von Jessica Borgas, Wolfgang Kasten, Markus Schmieta, Alexander Stelzig, Edeltraud Brüggmann und Karen Drews.
Mit dem Abriss der Gebäude an der Stargarder Straße in Mellendorf war der Bauhof vor wenigen Jahren in die Hallen der Deisterwelle am Krähenberg in Wennebostel gezogen. Mit dem Umzug der Firma Butenhoff von ihrem angestammten Standort in Hellendorf ins Gewerbegebiet Bissendorf eröffnete sich für die Gemeinde Ende 2015 kurzfristig die Möglichkeit, das Gelände in Hellendorf für den Bauhof zu erwerben. Der Umbau des Verwaltungsgebäudes hat dann doch länger gedauert als ursprünglich geplant und so ist der Bauhof erst Ende Mai diesen Jahres in sein neues Domizil gezogen. Die neue Halle für die Fahrzeuge steht allerdings noch nicht. Mit ihrer Errichtung rechnet Joachim Rose bis zum Spätherbst, denn die im Winterdienst eingesetzten Fahrzeuge sollten im Winter nicht draußen stehen, damit die Fahrer sie nicht nachts oder frühmorgens erst einmal freikratzen müssen, bevor sie starten können. Die vorhandene Halle habe abgerissen werden müssen, weil sie von der Unterteilung her nicht für die Zwecke des Bauhofes geeignet gewesen sei, erklärte Bauhofleiter Holger Köhnk. Durch diverse Stützen sei es nicht möglich gewesen, dort die Fahrzeuge unterzubringen. Einige stehen jetzt in der kleinen, direkt an das Verwaltungsgebäude angrenzenden Halle, in der früher einmal die KfZ-Werkstatt von Heinz Thies untergebracht war, der mittlerweile für den Bauhof tätig ist und sich am neuen Standort daher bestens auskennt. Es sei allerdings ein ziemliches Gezirkel, in der Halle auf engstem Platz abends soviele Fahrzeuge wie möglich unterzubringen. Zum Glück habe die Feuerwehr Wennebostel jetzt ihr neues Fahrzeug und nutze für die Logistik nicht mehr das Bauhoffahrzeug mit. Das habe deswegen nämlich immer so eingeparkt werden müssen, dass die Feuerwehr es sofort rausziehen konnte, erklärt Holger Köhnk. Auch er wartet sehnsüchtig auf die neue Halle. Ihr Standort war in der Planung verändert worden, nachdem aus dem Ortsrat Hellendorf die Anregung gekommen war, für den Neubau doch die eigentlich für die Option der Friedhofserweiterung gedachte Fläche hinter der kleinen Halle zu nutzen und nicht da neu zu bauen, wo die andere Halle abgerissen worden war. Die Gemeinde griff die Anregung auf. Jetzt soll nach der Fertigstellung des Neubaus ein Zaun zur Abgrenzung des Geländes gezogen und der nicht genutzte Teil dann als Gewerbefläche verkauft werden. Für die von Hellendorfern angeregte Verlegung des Containerstandortes auf das Bauhofgelände sei hier aber kein Platz, so Rose, zumal dieses auch außerhalb der Zeiten des Bauhofes zugänglich sein müsste. Rose nahm dennoch Susanne Brakelmanns Bitte mit, die Thematik noch einmal innerhalb der Verwaltung zur Diskussion zu stellen.
Beeindruckt zeigten sich die Kommunalpolitiker von dem gelugenen Umbau des Verwaltungstraktes mit separaten Sanitäranlagen für Männer und Frauen, einem Sozialraum und Büroräumen. Die geräumige Wohnung im Obergeschoss wird von der Verwaltung als Reserve für die kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen vorgehalten.