Der Münkelshof ist jetzt fertig

Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann und Investor Uwe Grefer auf dem Münkelsho, wo sich alte und neue Bausubstanz perfekt ergänzen. Foto: A. Wiese

Eine lebendige Wohnanlage mit historischem Charme und viel Natur

Bissendorf (awi). Seit Uwe Grefer von der gleichnamigen Immobilienfirma in Bissendorf den Auftrag bekommen hatte, das 10.800 Quadratmeter große Areal Münkelshof am Rand von Bissendorf mit vier historischen Gebäuden darauf zu vermarkten, sind fast sieben Jahre vergangen. Mittlerweile hat Grefer die historischen Gebäude des „Münkelshof“ aufwendig, unter Gesichtspunkten des Denkmalschutzes sanieren lassen und neue Fachwerkhäuser auf dem historischen Hof errichtet. Entstanden ist eine spannende, lebendige Wohnanlage mit historischem Charme und viel Natur, auf der gerade am letzten Bauobjekt gewerkelt wird. Dann ist es sozusagen „vollbracht". Die Erwartungen des Ortsrates, der damals vehement für den Erhalt des historischen Ensembles, aber auch für die Möglichkeit der verdichtenden Bebauung gekämpft habe, seien voll erfüllt worden, bestätigte Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann am Mittwoch bei einem Ortstermin mit dem Investor. Der Deal war: Auf dem Grundstück darf nachverdichtet werden, dafür wird reinvestiert und die historische Bausubstanz erhalten. 3,4 Millionen Euro hat Grefer mit seiner Immobilienfirma investiert, nachdem er von seinem ursprünglichen Konzept, alles so zu verkaufen, wie es war, abgerückt war. Haupthaus, Schafstall, Altenteilerhaus und Hochspeicher wurden saniert, außerdem vier Doppelhäuser, zwei Einfamilienhäuser und drei Kettenhäuser neu errichtet – alle im Fachwerkstil. Außerdem wurde an das Altenteilerhaus angebaut. Alles ist verkauft, 22 Erwachsene und 19 Kinder haben auf dem Areal ein neues Zuhause gefunden. Das Besondere: Hier gibt es keine Zäune, die Grünflächen der einzelnen Grundstücke gehen ineinander über. Alles wird von einem Hausmeister gepflegt. Das Areal wirkt natürlich gewachsen – „wie ein Bauernhof, wo die Kinder nach und nach auch gebaut haben", beschreibt es Susanne Brakelmann, hochzufrieden mit diesem Schmuckstück für ihren Ort. Es gibt ein Biotop, der alte Baumbestand wurde trotz der Neubaumaßnahmen erhalten. Garagen schirmen das Grundstück zur Straße hin ab. „Die Alternative wäre Verwahrlosung des Grundstücks gewesen. So ist es viel besser", sind sich Grefer und Brakelmann einig. Der Investor würde sein Konzept gern noch einmal auf einer anderen großen Hofstelle in der Wedemark umsetzen, wenn sich die Gelegenheit bietet.